Letztes Update:
20201104105949

BER-Chef Lütke Daldrup negativ auf Corona getestet

10:59
04.11.2020
Der Corona-Test des Hauptstadtflughafen-Chefs Engelbert Lütke Daldrup ist negativ ausgefallen. Das teilte die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg am Dienstag auf Twitter mit. Am Vortag war Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) positiv getestet worden, nachdem er am Samstag als Ehrengast bei der Eröffnung des Hauptstadtflughafens (BER) dabei war. Das Testergebnis von Berlins Regierendem Bürgermeister, Michael Müller (SPD), der ebenfalls dabei war, stand am Dienstagmorgen noch aus. Wo und wann Woidke sich infiziert hatte, war zunächst unklar.

Ebenfalls anwesend bei der Eröffnung waren Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sowie die Chefs der Fluggesellschaften Lufthansa und Easyjet, Carsten Spohr und Johan Lundgren. Ein Schnelltest bei Scheuer fiel am Dienstag ebenfalls negativ aus, er gehe aber nach Absprache mit Ärzten in Selbstisolation, sagte eine Sprecherin.

Lütke Daldrup hatte am Dienstag betont, es sei bei der Veranstaltung sehr genau darauf geachtet worden, dass Abstände eingehalten werden und alle Maske tragen. Zudem sei ein sogenannter Hygienewächter dabei gewesen, der auf Fehlverhalten achten sollte.

(dpa)

Studie: Mini-Jobber gehören zu den Corona-Verlierern

10:57
04.11.2020
Mini-Jobber gehören zu den größten Verlierern der Corona-Pandemie. Zu diesem Schluss kommt eine am Mittwoch in Berlin veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach lag die Zahl der Mini-Jobber im Juni 2020 um 850 000 oder 12 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs ging im gleichen Zeitraum nur um 0,2 Prozent zurück.

«Gerade in einer Rezession wie derzeit werden Minijobberinnen und Minijobber schnell vor die Tür gesetzt», sagte der Wissenschaftler Markus Grabka. Die Mini-Jobber haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, was zu einer schnelleren Entlassung führe. In den besonders coronageplagten Branchen Gastronomie und Veranstaltungen gibt es überdurchschnittlich viele Mini-Jobs. Von den Menschen, die 2019 ausschließlich einem Mini-Job nachgegangen sind, hatte rund die Hälfte im Frühjahr 2020 gar keine bezahlte Arbeit mehr.

Auch unabhängig von der Corona-Krise sei eine Reform der Minijobs überfällig, sagte Grabka. «Der Bereich der geringfügigen Beschäftigung ist in den vergangenen Jahren sehr groß geworden, und gleichzeitig hat sich oftmals die Hoffnung, Minijobs könnten eine Brücke in normale sozialversicherungspflichtige Jobs sein, nicht erfüllt.»

Von 2003 bis 2019 sei die Zahl der Minijobber um 43 Prozent auf 7,6 Millionen angewachsen. Das entsprach fast einem Fünftel (19 Prozent) aller Arbeitnehmer. Das DIW schlägt vor, die Minijob-Schwelle von 450 auf 300 Euro im Monat abzusenken und möglichst viele Tätigkeiten in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse zu überführen. Nebenjobs sollten nicht mehr von den Sozialabgaben befreit werden.

(dpa)

Maschinenbauer schöpfen Hoffnung - Steigende Inlandsaufträge

10:56
04.11.2020
Der Maschinenbau in Deutschland erholt sich schrittweise von den Folgen der Corona-Krise. Nach einem Rückschlag im August gab es bei den Auftragseingängen im September Hoffnungszeichen. Zwar wurde das Vorjahresniveau preisbereinigt um 10 Prozent verfehlt, wie der Branchenverband VDMA am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. «Die Inlandsorders verzeichneten jedoch erstmals seit Januar dieses Jahres wieder einen Zuwachs», sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Das Plus bei den Bestellungen von 4 Prozent aus Deutschland hänge aber auch mit einem schwachen Vorjahresmonat zusammen. Die Auftragseingänge aus dem Ausland fielen derweil im September kräftig um 16 Prozent zum Vorjahresmonat.

Der Maschinen- und Anlagenbau leidet auch unter der Abschottung internationaler Handelsmärkte und dem Umbruch in der Autoindustrie. Im gesamten dritten Quartal sank der Auftragseingang preisbereinigt um 14 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal hatte es in der Corona-Krise noch einen Einbruch von 30 Prozent gegeben.

«Die Unternehmen kämpfen um jeden Auftrag. Der Tiefpunkt wurde im dritten Quartal eindeutig überwunden – vorerst», sagte Wiechers. Rückschläge seien nicht auszuschließen, da steigende Corona-Infektionszahlen Investoren verunsicherten.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen