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20201102161057

Polizei: Kriminelle nutzen Corona-Pandemie für Betrügerein

16:10
02.11.2020
Die Polizei warnt die Bürger vor vielfältigen Betrügereien im Zusammenhang mit Corona. Seit Beginn der Corona-Pandemie treten nach einer Mitteilung vom Montag beispielsweise immer mehr Betrüger auf, die mit sogenannten Corona-Schockanrufen Ängste und Sorgen der Menschen ausnutzen wollen. Insbesondere ältere Menschen fallen auf diese Abwandlung des Enkeltricks herein. Am Telefon geben sich die Täter als Angehörige aus und behaupten, dass sie mit dem Coronavirus infiziert sind und jetzt finanzielle Unterstützung für die Behandlung benötigen. Sie bitten ihre Opfer um Geld und andere Wertgegenstände, die ein Freund für sie abholen würde.

Auch unseriöse Notfall- und Handwerksdienste treiben laut Polizei ihr Unwesen. So bieten falsche Teppichwäscher, Polsterbetriebe, Stein- und Terrassenreiniger ihre Dienste an. Auf diesem Wege gelangen viele Menschen an dubiose Handwerker. Aktuell ist ein Flyer in Pforzheim im Umlauf, in dem Steinreinigungsarbeiten angeboten werden. Diese sollen angeblich verhindern, dass das Coronavirus ins Haus geschleppt wird.

Mit dem Absender info@stadtverwaltung.de versenden Cyberkriminelle zudem Mails. Darin wird mitgeteilt, dass man gegen die Corona-Verordnung verstoßen habe. Der Verstoß sei angeblich per Videokamera dokumentiert worden. Das Opfer wird dann aufgefordert, ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro zu zahlen. Das Bußgeld soll in Bitcoins an eine in der E-Mail angegebene Bitcoin-Adresse überwiesen werden. Die Polizei warnt davor, Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preiszugeben. Und: Bußgeldbescheide werden nicht als elektronische Post verschickt.

(dpa/lsw)

Ministerium prüft Angebot von Coronavirus Antikörpertest bei dm

14:21
02.11.2020
Das baden-württembergische Sozialministerium prüft das Angebot eines Coronavirus Antikörpertests beim Drogeriemarkt dm. Nach Rechtsauffassung des Ministeriums ist eine Abgabe nur an Fachpersonal zulässig, wenn solche Testkits einen diagnostischen Zweck haben. Man habe Schritte eingeleitet, um den Sachverhalt zu klären, teilte das Ministerium am Montag mit. Zuvor hatte die Zeitung «Badische Neueste Nachrichten» darüber berichtetet.

Bei dem im Internetshop von dm angebotenen Test entnimmt sich der Kunde zu Hause selbst eine Blutprobe. Die Auswertung erfolgt in einem Labor. Das Produkt biete Kunden die Möglichkeit, diskret und ohne einen Arztbesuch einen Test vorzunehmen, der angibt, ob sich Antikörper gegen das Coronavirus gebildet haben, teilte Sebastian Bayer mit, der in der dm-Geschäftsführung für Marketing und Beschaffung zuständig ist. Seiner Überzeugung nach unterliegt der Test nicht der Abgabenverordnung für Medizinprodukte und darf frei verkauft werden. Das entspreche auch der Auffassung des Bundesgesundheitsministeriums.

Bayer wies darauf hin, dass der Test eine bereits durchgemachte Infektion mit dem Coronavirus nachweise und nicht zum Nachweis einer akuten Infektion geeignet sei. «Unabhängig vom Testergebnis sollten Vorsichtsmaßnahmen wie Abstand halten, auf Hygiene achten und eine Alltagsmaske tragen, unbedingt beachtet werden. Sollten Kunden verunsichert sein, empfehlen wir in jedem Fall Rücksprache mit einem Arzt zu halten.»

Das Drogeriemarktunternehmen Rossmann plant nach eigenen Angaben derzeit keinen Verkauf von Corona Antigentests.

(dpa/lsw)

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