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20201101112943

GEW kritisiert Regierung für Lehrbedingungen unter Corona

11:07
01.11.2020
Bei Lehrern und Erziehern im Südwesten regt sich heftiger Widerstand gegen die Bedingungen, unter denen Schulen und Kitas im November geöffnet bleiben sollen. Ein Sprecher der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bezeichnete den Umgang der Landesregierung mit den Einrichtungen am Sonntag als verantwortungslos. «Die Verunsicherung und der Unmut unter den 130 000 Lehrkräften im Land wächst», sagte die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz laut eines Sprechers in Stuttgart.

Während es überall neue Schutzmaßnahmen gebe und erneut milliardenschwere Rettungspakete beschlossen würden, verweigere die Kultusministerin Lehrkräften weiterhin FFP2-Schutzmasken. Die Schulen warteten weiter auf CO2-Messgeräte und Raumluftfilter und die Landesregierung ignoriere seit Monaten die Vorschläge für eine bessere personelle Unterstützung zum Beispiel durch Lehramtsstudierende und Pädagogische Assistenzen, sagte Moritz demnach. «Wir haben erst wenige Wochen im Schuljahr hinter uns und den Lehrerinnen und Lehrern, allen voran den Schulleitungen geht die Luft aus und die Angst wird größer.»

Während von Bund und Ländern zur Kontaktreduzierung aufgerufen werde, sollten in den 4500 Schulen im Land ab morgen wieder viele Stunden bis zu 30 Kinder und Jugendliche mit ihren Lehrkräften in viel zu engen und oft nicht gut zu lüftenden Klassenzimmern sitzen, gab die Vorsitzende Moritz zu bedenken.

Die GEW setze sich deshalb für Wechselunterricht ab der siebten Klasse ein, bei der eine Hälfte der Klasse zu Hause lerne. Dieses Modell würde auch vom Robert Koch-Institut für die Pandemiestufe 3 empfohlen. Doch an vielen Schulen fehlten Lehrkräfte. Gebe es mehr Lehrkräfte, sei ein solches Konzept auch besser umsetzbar, heißt es von der GEW. Als kurzfristige Maßnahme sollten zudem CO2-Ampeln gekauft werden, damit die vorgeschlagenen Lüftungskonzepte umgesetzt werden können. Zudem solle es weiter kostenlose Corona-Tests für Lehrkräfte geben.

(dpa/lsw)

Vanessa Mai fehlen in Corona-Zeiten die Umarmungen

09:34
01.11.2020
Schlagersängerin Vanessa Mai (28) vermisst in Corona-Zeiten die Nähe zu ihren Fans und Freunden. «Ich habe immer alle gerne umarmt. Das fehlt. Aber es ist nicht zu ändern», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Statt live auf der Bühne zu stehen, ist sie nun verstärkt in den sozialen Medien aktiv - und sieht darin durchaus auch Chancen. So ist sie vom 5. November an mit einem neuen Format auf dem Youtube-Kanal von SWR Schlager vertreten. Bei «On Mai Way» lädt sie verschiedene Gäste zum zwanglosen Talk ein. Dabei stehen Moderatorin und Gäste auf Laufbändern, die mal schneller und mal langsamer laufen.

Die mit Mann und Hund in Backnang bei Stuttgart lebende Musikerin findet ihr Leben ansonsten gerade perfekt: «Ich kann unabhängig arbeiten, kann machen, was ich will. Ich bin sehr, sehr glücklich.» Vanessa Mai («Ich sterb für dich») gilt als eine der erfolgreichsten Solokünstlerinnen Deutschlands.

(dpa)

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