Unions Marvin Friedrich konnte die Reise zum nächsten Europa-Abenteuer des 1. FC Union Berlin gar nicht erst mit antreten. Der Abwehrspieler war am Dienstagabend positiv auf das Coronavirus getestet worden und musste sich in häusliche Quarantäne begeben, während sich seine Teamkollegen am Mittwochmittag mit dem Flugzeug recht gut gelaunt auf die Reise in die Niederlande machten. Am Donnerstag (18.45 Uhr/TV Now) soll bei Feyenoord Rotterdam ein weiterer Schritt in Richtung K.o.-Runde der Europa Conference League gemacht werden - kurzfristig ohne den wichtigen Verteidiger.
„Er fehlt uns“, sagte Trainer Urs Fischer zur Zwangspause. Wer ihn im dritten Gruppenspiel ersetzen wird, ließ der Schweizer offen. „Der Spieler, der seinen Platz einnimmt, wird seine Sache gut machen“, sagte Fischer. Friedrich wurde positiv getestet, nachdem zuvor Erkältungssymptome aufgetreten waren. Der 25-Jährige habe zu diesem Zeitpunkt keinen Kontakt mehr zu seinen Mitspielern gehabt, sagte Kommunikationschef Christian Arbeit bei einer Pressekonferenz in den Niederlanden.
Union hatte am Dienstagmorgen prophylaktisch das ganze Team testen lassen, nachdem die Corona-Infektion von Torjäger Wout Weghorst vom VfL Wolfsburg bekannt geworden war. Der Niederländer war am Sonntag positiv getestet worden, am Samstag hatte er im Spiel bei Union Berlin noch auf dem Rasen gestanden.
Ob es einen Zusammenhang zwischen den Fällen gibt, sei unklar und reine Spekulation, betonte Arbeit. Weitere positive Testresultate habe es bei den Berlinern bislang nicht gegeben. Noch nicht geklärt ist, wie lange Friedrich in der Isolation bleiben muss. Dies werde mit dem Behörden abgesprochen.