Wataru Endo wird für seine starke Saison in der Fußball-Bundesliga nachträglich belohnt. Der Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart steht im Aufgebot des japanischen Verbandes für das Fußballturnier bei den Olympischen Spielen in Tokio. Der Verband gab das Aufgebot am Dienstag bekannt. Im Kader steht in Ritsu Doan ein weiterer in der Bundesliga bekannter Spieler.
Der Offensivmann war in der vergangenen Saison von PSV Eindhoven an Arminia Bielefeld ausgeliehen. Unter anderem gegen den VfB Stuttgart glänzte er als Torschütze - sowohl im Hin- als auch im Rückspiel.
Der VfB hatte stets signalisiert, Endo im Falle einer Nominierung zu den Spielen in seiner Heimat reisen zu lassen. Für den Club hat das Ganze aber auch eine negative Seite.
Durch seine Olympia-Teilnahme verpasst Endo nahezu die komplette Saisonvorbereitung des VfB. Diese beginnt am 2. Juli, die Spiele starten am 23. Juli und dauern bis zum 8. August. Das Finale des Fußballturniers steigt am 7. August.
"Für Wataru ist es eine Riesenehre, in seinem Heimatland an Olympischen Spielen teilnehmen zu können", sagt VfB-Sportdirektor Sven Mislintat, "für uns war immer klar, dass wir ihm diese Teilnahme ermöglichen werden." Endo und der japanische Verband sind dabei tatsächlich auf das Wohlwollen des Clubs angewiesen - die Spiele sind kein Fifa-Turnier, daher besteht keine Abstellungspflicht.