Insgesamt 2790 Minuten am Stück stand Gregor Kobel in dieser Bundesliga-Saison bisher zwischen den Pfosten - der Schweizer absolvierte also jede Sekunde möglicher Spielzeit in der Liga. Bis zum 32. Spieltag. Bereits im Vorfeld der Partie deutete sich an, dass der Keeper nicht einsatzfähig sein würde. Aufgrund von Rückenproblemen war er sogar in die Schweiz abgereist, um sich eingehender untersuchen zu lassen.
Fabian Bredlow ersetzte ihn, kam so zu seinem dritten Pflichtspieleinsatz der Saison, nachdem er zuvor die beiden DFB-Pokal-Spiele über die volle Länge zwischen den Pfosten gestanden hatte. Bredlow spielte herausragend - und muss nun doch aller Voraussicht nach den Platz wieder räumen. "Gregor hat nur einen Hexenschuss. Das MRT zeigt keine Verletzung, es ist nichts kaputt", bilanzierte Pellegrino Matarazzo auf Nachfrage. "Ich gehe davon aus, dass er nächste Woche gegen Mönchengladbach wieder im Tor stehen wird", so der Trainer weiter. In der kommenden Woche, wenn der VfB in Quai-Quarantäne im Waldhotel einquartiert ist, soll Kobel wieder mit dem Team trainieren.
Zu dem gegen Saisonende insgesamt doch recht prall gefüllten VfB-Lazarett wusste sich Matarazzo nur mit Galgenhumor zu helfen: "Wir nehmen natürlich wahr, dass es aktuell viele verschiedene Verletzungen sind, mit denen wir umgehen müssen. Wir versuchen trotzdem, präventiv zu arbeiten und schauen, dass wir bis zum Schluss mit elf Mann auf dem Platz stehen."