In Neckartailfingen begann einst die Karriere von Matthias Jaissle als Fußballer, beim VfB Stuttgart durchlief er zahlreiche Jugendmannschaften - ehe er zur TSG Hoffenheim wechselte. Mit den Kraichgauern schaffte der ehemalige Abwehrspieler den Durschmarsch von der Regionalliga bis in die Bundesliga. Die Karriere verlief verheißungsvoll - doch dann stoppte eine Kreuzbandverletzung Jaissles Laufbahn als aktiver Fußballer jäh. Mit 26 Jahren hörte er schließlich ganz auf - blieb dem Fußball aber treu.
Matthias Jaissle schlug die Trainerlaufbahn ein. Er war Co-Trainer von Sebastian Hoeneß (heute Chefcoach in Hoffenheim ) in der Jugend von RB Leipzig, er assistierte Alexander Zorniger in Dänemark bei Bröndby IF, dann ging es nach Salzburg, wo er im Red-Bull-Kosmos erst die U18 übernahm, dann das Farmteam des Bundesligisten, den FC Liefering. Nun folgt die nächste Beförderung. Weil Jesse Marsch, derzeit Chefcoach von Red Bull Salzburg, in der kommenden Saison als Nachfolger von Julian Nagelsmann nach Leipzig geht, übernimmt Matthias Jaissle dessen Job in Salzburg.
"Mit Matthias Jaissle geben wir wieder einem jungen Trainer die Chance und gehen damit unseren Weg konsequent weiter. Für uns ist er die Wunschlösung als kommender Cheftrainer, weil er zu 100 Prozent zu unserer Club-Philosophie und der Art und Weise passt, wie wir Fußball spielen", sagt Christoph Freund, der Sportdirektor von Red Bull Salzburg. Jaissle ist 33 - genau wie Julian Nagelsmann, der künftig den FC Bayern coacht.
Er meinte: "Natürlich freue ich mich auf diese Chance und die großen Aufgaben mit dem FC Red Bull Salzburg. Der Weg und die Ausrichtung des Clubs entsprechen meinem Zugang als Trainer sehr genau, und ich bedanke mich für das Vertrauen."