Der VfB Stuttgart akzeptiert das Strafmaß des Landesdatenschutzbeauftragten und legt keine Rechtmittel ein. Das gab der Bundeligist bekannt. „Die Aufarbeitung und der heutige Abschluss sind für den VfB Stuttgart, die Integrität unseres Clubs und unsere Mitglieder enorm wichtig. Wir haben unser Möglichstes getan, um die damaligen Verstöße umfassend aufzuklären und konnten das Verfahren nun abschließen. Es war ein intensiver Prozess. Er hat zu massiven Konsequenzen geführt. Der VfB ist in der Vergangenheit im Umgang mit personenbezogenen Daten sowohl den rechtlichen Vorgaben als auch seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht geworden. Deshalb gilt es nun, mit den bereits eingeleiteten und noch anstehenden weiteren Maßnahmen in puncto Datenschutz und Compliance, solche Verstöße künftig auszuschließen und mit unserer täglichen Arbeit verloren gegangenes Vertrauen zurückzuerlangen", wird der Vorstandsvorsitzende Thoams Hitzlsperger in einer Mitteilung zitiert.
Sanktioniert wurde vom Landesdatenschutzbeauftragten vornehmlich, dass bei der "Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister die gebotenen vertraglichen Grundlagen in Bezug auf die Überlassung von Daten nicht geschaffen wurden." Auch wurde gegen "datenschutzrechtliche Dokumentationspflichten im Umgang mit personenbezogenen Daten verstoßen, da die E-Mail zu dem untersuchten Vorgang aus dem Jahr 2018 beim VfB nicht mehr aufzufinden war."
"Unseren Mitgliedern und Fans danke ich für ihre Geduld. Auch uns selbst wäre es am liebsten gewesen, wenn wir zügiger vorangekommen wären bei der Aufarbeitung. Aber letztlich galt hier stets Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Am kommenden Montag werden Thomas Hitzlsperger und ich noch einmal ausführlich zur gesamten Thematik öffentlich Stellung beziehen. Zudem werden den VfB Mitgliedern dann auch noch weiterführende Informationen zugehen", sagt Präsident Claus Vogt. Am kommenden Montag wollen beide in einer Presserunde weiter Stellung beziehen und Auskünfte geben.
Sportredaktion