In einem gemeinsamen Statement haben Deutschlands Fanszenen ihre Kritik an den Liga-Verantwortlichen vor der bevorstehenden Entscheidung über die künftige Verteilung der Einnahmen aus der nationalen und internationalen TV-Vermarktung erneuert. Sie prangern an, dass die aus ihrer Sicht dringend notwendigen Reformen nicht mit der gebotenen Konsequenz angegangen werden.
Es gebe zwar erste reformwillige Stimmen, dennoch bliebe "die Forderungen hinter den bekannten Erwartungen vieler Fans, wie dem detaillierten Konzept von „Zukunft Profifußball“, zurück. Die Neuverteilung der TV-Gelder ist gleichzeitig ein Test, ob die Worte im Frühjahr die erwartete Nebelkerze oder doch ehrlich gemeint waren. Eine deutlich gleichmäßigere Verteilung der TV-Gelder kann nicht alle Fehlentwicklungen der letzten 30 Jahre rückgängig machen, aber sie ist ein erster Schritt in Richtung substanzieller Veränderungen. Weitere Reformen zur Förderung eines ausgeglicheneren Wettbewerbs, aber auch eines nachhaltigen Wirtschaftens müssen folgen", heißt es in der Mitteilung, die auch von Stuttgarts größter Gruppe, dem "Commado Cannstatt" kommuniziert wurde.
"Der Ball befindet sich nach wie vor bei den Funktionären der Vereine und Verbände. Wenn der Fußball als gesamtgesellschaftliches Ereignis eine Perspektive haben soll, tun diese gut daran, die Vorschläge aus den Kurven endlich ernst zu nehmen und als Auftrag zu begreifen", heißt es weiter.
Sportredaktion