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Martin Harnik spricht über schwere VfB-Zeit

08:40
26.10.2020
Martin Harnik hat mit dem Profifußball abgeschlossen und mittlerweile sein Debüt für den Fünftligisten TuS Dassendorf gegeben. Im Gespräch mit den Kollegen von "Spox" spricht der ehemalige Stuttgarter unter anderem über den Druck im Business und wie sehr ihm dieser zugesetzt habe. Besonders schlimm sei es in seiner Stuttgarter Zeit in der Saison 2015/16  gewesen. "Am Anfang brachte ich unglaublich schlechte Leistungen. Als ich etwas in die Spur fand, verletzte ich mich am Knie und war drei Monate raus. Dann kam ich zurück und wir sind abgestiegen. Das hat mich sehr mitgenommen", erzählt Harnik.

In Dassendorf sei der Druck auf seine Psyche nun weg. "Wenn ich für Dassendorf ein katastrophales Spiel mache und wir verlieren, wird sich das nicht auf mein Privatleben auswirken. Das ist eine große Erleichterung für mich", so Harnik weiter.

Sportredaktion

VfB fährt als Favorit zum FC Schalke

11:12
25.10.2020
Vor diesem FC Schalke 04 muss der VfB Stuttgart keine Angst haben. Nach einem erneut ernüchternden Auftritt im Revierderby bei Borussia Dortmund (0:3) peilen die schwer angeschlagenen Schalker nun gegen den VfB ihren ersten Sieg an. Wie das am nächsten Freitag (20.30 Uhr/DAZN) gelingen soll, bleibt angesichts des desolaten Zustands der Mannschaft aber ihr Geheimnis. Dennoch wird sich der VfB trotz seines guten Saisonstarts nicht dazu hinreißen lassen, den Revierclub zu unterschätzen.
Nach dem 1:1 gegen den 1. FC Köln sehen die Schwaben auch bei sich selbst noch Verbesserungspotenzial. Wie genau er seinen Gemütszustand nach der Partie beschreiben sollte, wusste Sven Mislintat zunächst nicht. „Zufrieden“ sei vielleicht das falsche Wort, sagte der Sportdirektor. Andererseits sei es „doch irgendwie das richtige“, meinte er. „Wir sind zufrieden mit dem, was wir sehen. Das heißt aber nicht, dass wir nicht noch besser werden können.“ Mit etwas mehr Abgezocktheit und Erfahrung hätte es sogar schon gegen die Kölner zum nächsten Sieg gereicht.
Nach gerade mal 23 Sekunden hatte Orel Mangala die Gäste mit seinem Führungstor nach herrlicher Kombination überrumpelt. „Das 0:1 war herausragend kombiniert“, gab Kölns Torwart Timo Horn zu. Nur zwei Minuten später setzte Daniel Didavi einen Freistoß an die Latte. Die Schwaben hatten eigentlich alles früh im Griff. Doch dann leistete sich die Defensive einen Aussetzer, der zu einem unnötigen Foul von Atakan Karazor an Sebastian Andersson führte. Den anschließenden Elfmeter verwandelte der Schwede in der 23. Minute zum Endstand.
„Wir sind von dem Elfmeter ein Stück weit überrascht worden, weil er aus meiner Sicht aus dem Nichts kam“, sagte Trainer Pellegrino Matarazzo. Anschließend geriet der VfB ein wenig aus dem Tritt, hätte aber trotzdem noch gewinnen können. Unmittelbar vor der Halbzeit hätte der 19-jährige Tanguy Coulibaly die erneute Führung erzielen können, scheiterte aber am überragend reagierenden Horn. Anschließend entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. „Wenn wir nach zwei Minuten 2:0 führen, ist das Spiel vorbei. Der Elfmeter war ein bisschen unglücklich“, sagte Didavi.
Die spielerische Steigerung dürfte dem jungen Team zumindest Mut für die nächste Partie auf Schalke machen. Auch die Personalsituation in der Defensive entspannt sich ein wenig. Der gegen Köln früh verletzungsbedingt ausgewechselte Marc Oliver Kempf musste am Ohr genäht werden, steht gegen Schalke aber wieder zur Verfügung. Auch Waldemar Anton könnte nach seiner Bänderverletzung in den Kader zurückkehren. „Man hat so die leise Hoffnung, dass es für Schalke reichen könnte“, sagte Mislintat. Große Sorgen vor dem Gegner müsste sich der VfB aber auch ohne Anton nicht machen.

dpa

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