Folgende Situation: Ein Gebäude erzeugt zu viel Strom, beispielsweise durch Solarzellen, als es selbst benötigt – wohin damit? Ideal wäre es, wenn dieser Strom von anderen genutzt werden könnte, die gerade Strom benötigen – und genau daran arbeitet und forscht Prof. Dr. Anke Weidlich am Institut für Nachhaltige Technische Systeme an der Albert-Ludwigs-Universität Freiberg. Im Mittelpunkt steht dabei das Flexibilitätspotential, durch das man bestimmen kann, wie stark flexible Verbraucher und Erzeuger am Energiesystem teilnehmen und dort mit Strom handeln können. Dafür glaubt Weidlich auch daran, dass neue Investitionen gezielt in die richtigen Technologien gelenkt werden müssen, damit die richtigen Anreize entstehen.
Flexibilität, das ist nicht nur einer Schwerpunkte von Weidlichs Arbeit, sie braucht und schätzt das auch an ihrer Arbeit: „In meinem Job bin ich gezwungen, mir immer wieder neues Wissen anzueignen. Es macht Spaß, ständig dazuzulernen.“ Am Ende soll ein ganzheitliches Verständnis für die Möglichkeiten und Grenzen von zellulären Energiesystemen entstehen, das ist ihr Ziel, denn: „Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt? Wir müssen das Klimaproblem lösen, darum kommen wir nicht herum. Die Energiewende ist unsere aussichtsreichste Lösung hierfür.“ Mehr über Weidlichs Arbeit kann man hier erfahren.