Letztes Update:
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Briefmarke aus Klopapier

11:55
23.10.2020
Toilettenpapier könnte neben Hamsterkäufern nun auch Briefmarkensammler verstärkt interessieren: Die Österreichische Post bringt eine Corona-Sonderbriefmarke aus dreilagigem Klopapier raus. Für jeden verkauften Markenblock „in Form und Größe eines handelsüblichen Blattes Klopapier“ werden 2,75 Euro für wohltätige Zwecke gespendet. Mit dem kuriosen Porto sollen von der Corona-Krise besonders Betroffene unterstützt werden, teilte die Post am Freitag mit.

Motiv ist ein Babyelefant: Das Tierchen ist in Österreich das viel genutzte Symbol für den coronabedingten Hygieneabstand von einem Meter. Zehn Markenblöcke ergäben einen Babyelefanten, betonte denn auch die Post.

Die Idee für das augenzwinkernde Projekt sei bereits im Frühjahr entstanden. Damals wurde das mancherorts kaum mehr lieferbare Hygieneprodukt zu einem Sinnbild der plötzlichen Corona-Krise. 300.000 Briefmarken sind ab dem 30. Oktober erhältlich.

Jörg Tschürtz

EU-Gesundheitsagentur hält Corona-Situation für bedrohlich

11:45
23.10.2020
Die EU-Gesundheitsagentur ECDC sieht die derzeitige Corona-Situation als eine große Bedrohung für die öffentliche Gesundheit. In einem am Freitag veröffentlichten Bericht hieß es, in den europäischen Ländern hätten die Covid-19-Infektionen in den letzten Wochen erheblich zugenommen. Der Anstieg der gemeldeten Fälle sei nicht mehr nur auf vermehrte Tests zurückzuführen.

„Was wir jetzt sehen, ist eindeutig eine zweite Infektionswelle und wir erwarten, dass es noch schlimmer wird“, sagte Agoritsa Baka, Expertin für Krisenvorsorge bei der ECDC, am Freitag dem Schwedischen Radio.

Besorgniserregend sei, dass nun auch wieder mehr ältere Menschen infiziert würden. „Viele Länder haben steigende Sterblichkeitsraten gemeldet, und die Gesamtzahl der Todesfälle ist seit über einem Monat gestiegen“, hieß es in dem Bericht. Auch wenn die Sterberate niedriger sei als zu Beginn der Pandemie, müsse man damit rechnen, dass sie steigen werde. „Tatsächlich wird der Schutz medizinisch gefährdeter Personen mit einem hohen Grad an Übertragung durch die Gemeinschaft schwieriger, und es ist unvermeidlich, dass mehr Personen, die nicht als medizinisch gefährdet gelten, schwere Krankheiten entwickeln.“

Derzeit gebe es nur sechs Länder in der Region, in denen eine stabile epidemiologische Situation vorliege: Estland, Finnland, Griechenland, Liechtenstein, Norwegen und Zypern. In 25 Ländern, darunter auch in Luxemburg und in Deutschland, sei die Situation besorgniserregend. Agoritsa Baka rät den Mitgliedstaaten: „Setzen Sie weiter auf die Rückverfolgung von Infektionen, unterstützen Sie Tests, bereiten Sie die Gesundheitssysteme auf einen erhöhten Druck vor und schützen Sie die gefährdete Bevölkerung.“

Jörg Tschürtz

Krankenhäuser treffen Vorkehrungen

11:30
23.10.2020
Die Krankenhäuser in Luxemburg stellen sich auf vermehrte Corona-Hospitalisierungen ein. Wie das Centre Hospitalier Emile Mayrisch am Freitag mitteilt, wird die Krankenhausgruppe ihre Notfalldienste zusammenlegen. So wird die Poliklinik in Niederkorn für nicht geplante Eingriffe am Freitagabend ab 19 Uhr geschlossen. Das CHEM in Esch/Alzette bleibt rund um die Uhr geöffnet. Die Patientenaufnahme bleibt hier strikt getrennt, sodass positiv-getestete Patienten nicht mit anderen Patienten in Kontakt kommen.

Auch das Centre hospitalier du Nord (CHdN) sowie die Hôpitaux Robert Schuman treffen zusätzliche Vorkehrungen, um getrennte Patientenströme in der Klinik zu gewährleisten. Die Armee half beiden Krankenhäusern bei der Errichtung von sogenannten Triagezelten.

Mehr dazu unter: Notaufnahme in Niederkorn ab Freitagabend geschlossen

Jörg Tschürtz