Letztes Update:
20201117163103

Slowenien verschärft Lockdown: Geschäfte und Hotels schließen

07:46
23.10.2020
Wegen rasch steigender Corona-Zahlen weitet das EU-Land Slowenien seine Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aus. Ab diesen Samstag schließen die meisten Geschäfte sowie die Hotels, Kindergärten, Studentenheime, Friseurläden und Schönheitssalons. Das gab Ministerpräsident Janez Jana am Donnerstagabend bekannt.

Restaurants dürfen dann bei sich keine Gäste mehr bedienen, lediglich Auslieferung und Abholung von Speisen sind gestattet. Nicht von der Schließung betroffen sind Lebensmittelläden, Tierfutterhandlungen und Baumärkte. Die neuen Maßnahmen gelten vorerst für eine Woche.

Schon bisher galten Einschränkungen, so seit letztem Dienstag eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21.00 und 06.00 früh und seit einer Woche ein Verbot von Reisen zwischen den zwölf Regionen des Landes, von dem etwa Wege zur Arbeit ausgenommen sind. Nicht betroffen von den Maßnahmen ist der Transitverkehr.

Das Zwei-Millionen-Einwohner-Land verzeichnete auch am Donnerstag einen Rekordwert neuer Infektionen mit dem Corona-Virus. Am Tag zuvor sei bei 1663 Menschen das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte die Gesundheitsbehörde in Ljubljana mit. Das waren mehr als doppelt so viele wie eine Woche zuvor. 

dpa

Ausbruch auf Truppenübungsplatz: 68 belgische Soldaten infiziert

07:40
23.10.2020
Auf dem Truppenübungsplatz Bergen in Niedersachsen haben sich 68 belgische Soldaten mit dem Corona-Virus infiziert. Zusätzlich hätten sich weitere Soldaten vorsichtshalber in Isolation begeben müssen, teilte das Landeskommando Niedersachsen der Bundeswehr am Freitag mit. Mit dem Kommandeur der belgischen Brigade sei vereinbart worden, dass positiv getestete Soldaten unverzüglich nach Belgien zurückkehren müssen. Dies sei umgehend umgesetzt worden. Die Infizierten gehören den Angaben zufolge einer belgischen Brigade mit rund 1065 Soldaten an, die seit Anfang vergangener Woche zum Schießtraining in Bergen seien.

Der belgische Kommandeur habe ausdrücklich um Entschuldigung für die Vorkommnisse gebeten, teilte das Landeskommando mit. Übungstruppen würden nochmals auf die Einhaltung der geltenden Vorschriften hingewiesen. Dies gelte auch für ein Schießtraining des niederländischen Heeres mit etwa 1500 Soldaten im November.

Den Belgiern sei das Hygienekonzept im Vorfeld der Übung übermittelt worden. Demnach sei unter anderem der Kontakt zur einheimischen Bevölkerung untersagt worden, außerdem seien die Soldaten in zehn etwa gleichstarke Einheiten aufgeteilt worden, die möglichst wenig Kontakt untereinander haben sollten. Belgien wird derzeit vom Auswärtigen Amt als Corona-Risikogebiet eingestuft.

dpa