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EU weitet Einreisebeschränkungen auf Kanada und Tunesien aus

13:34
21.10.2020
Die EU-Staaten weiten die in der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen wieder auf Kanada, Georgien und Tunesien aus. Für die drei Länder soll nach einer Einigung der EU-Botschafter vom Mittwoch keine Ausnahme der zu Beginn der Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen gelten. Singapur hingegen wurde zur Liste der Länder hinzugefügt, aus denen nicht zwingend notwendige Reisen in die EU wieder möglich sind, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Diplomatenkreisen erfuhr.

Somit dürfen künftig nur noch Menschen aus acht Ländern normal in die EU einreisen: Australien, Japan, Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Uruguay und Singapur. Es sind die ersten Änderungen der Liste seit rund zweieinhalb Monaten. Die Entscheidung der Botschafter muss nun noch im schriftlichen Verfahren von den Hauptstädten bestätigt werden.

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst zu verbieten. Anfang Juli wurde dieser Einreisestopp dann erstmals wieder gelockert. Grundsätzlich ist er aber nicht bindend. Einige Staaten legen ihn auch strenger aus.

Grundlage der EU-Liste ist vor allem die Zahl der neuen Covid-19-Fälle in den vergangenen 14 Tagen pro 100.000 Einwohner. Sie soll nahe am oder unter dem EU-Durchschnitt liegen. Aber auch Maßnahmen zur Eindämmung des Coron-Virus, der Trend der Infektionszahlen und die allgemeine Reaktion des jeweiligen Landes auf die Pandemie spielen eine Rolle. Für Staaten, aus denen Bürger noch nicht wieder einreisen dürfen, sind Ausnahmen vorgesehen - etwa für EU-Bürger und ihre Familien.

Jörg Tschürtz

Schweiz bei fast 6.000 Corona-Fällen in 24 Stunden

13:07
21.10.2020
In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb von 24 Stunden insgesamt fast 6.000 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Das ist ein Rekord, die Zahl ist doppelt so hoch wie am Tag zuvor, wie aus Daten des Bundesamtes für Gesundheit hervorgeht. 5.583 Fälle entfielen auf die Schweiz, 13 auf Liechtenstein. 

Die Regierung prüft bereits, ob eine zeitlich begrenzte Schließung aller Geschäfte nötig ist, etwa für 14 Tage. Noch sei das nicht der Fall, sagte Gesundheitsminister Alain Berset. „Die nächsten zwei bis drei Wochen sind entscheidend für uns. Es gibt keinen Grund zur Angst, aber jetzt bitte Engagement,“ sagte er als Aufforderung an die Bevölkerung, Maßnahmen wie Masken, Handhygiene und Abstand halten konsequent umzusetzen.

Jörg Tschürtz

Trier erreicht Gefahrenstufe orange

12:37
21.10.2020
In der Stadt Trier und dem Landkreis gilt nun die Warnstufe Orange gemäß des Warn- und Aktionsplans des Bundeslands Rheinland-Pfalz. Am Mittwoch wurden 43 neue Corona-Fälle gemeldet, 24 aus dem Landkreis und 19 aus der Stadt Trier.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell (Stand 13:00 Uhr) im Landkreis bei 40,2 und in der Stadt Trier bei 40,6. In den vergangenen Tagen hatten bereits alle Nachbarlandkreise die Warnstufe Rot erreicht. Die 7-Tage-Inzidenz beschreibt die Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen.

Wegen Corona-Fällen wurde unter anderem in den betroffenen Stationen der Altenheime Hermeskeil und St. Irminen ein Besucher- und Aufnahmestopp verhängt. Auch in einigen Kitas gibt es Infektionsfälle.

Die Stadt Trier und die Kreisverwaltung empfehlen, auch bei Menschenansammlungen im Freien einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wenn dort der Abstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. "Insbesondere bei privaten Feiern sollte man auf die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln sowie der Tragen eines Mund-Nasenschutzes achten. Grundsätzlich sollte man prüfen, ob in der aktuellen Lage private Feiern, Partys, aber auch Urlaubsreisen oder Ausflüge wirklich notwendig sind."

Jörg Tschürtz