Nach ihrem frühzeitigen Verlassen des EU-Gipfels in Brüssel ist Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin negativ auf das Corona-Virus getestet worden. Ein Ende ihrer freiwilligen Quarantäne bedeutet das jedoch nicht: Erst wenn auch ein weiterer Test am Montag negativ ausfalle, werde sie die Zeit der Selbstisolation beenden, teilte die finnische Regierung am Samstag mit.
Marin war am Freitag direkt nach ihrer Rückkehr aus Brüssel auf das Virus getestet worden. Die 34 Jahre alte Finnin hatte den EU-Gipfel zuvor sicherheitshalber vorzeitig verlassen, nachdem ein Corona-Fall in ihrer Umgebung bekanntgeworden war. Sie hatte am Mittwoch dieselbe Veranstaltung wie der Abgeordnete Tom Packalén besucht, der am Freitag mitgeteilt hatte, dass er positiv auf Corona getestet worden sei.
Auch der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg befindet sich nach einem positiven Corona-Test in Quarantäne. Schallenbergs Regierungskollegen wurden ebenfalls auf das Corona-Virus getestet, wie das Bundeskanzleramt in Wien mitteilte. Die Tests seien alle negativ ausgefallen.
Es sei möglich, dass sich der 51-Jährige bei einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg am vergangenen Montag mit dem Virus angesteckt habe, sagte eine Sprecherin Schallenbergs.
An dem Treffen hatte unter anderen auch Schwedens Außenministerin Ann Linde teilgenommen. Nach dem Bekanntwerden von Schallenbergs positivem Test begab sich Linde sicherheitshalber in häusliche Quarantäne.
Unterdessen wurde auch die belgische Außenministerin und Vize-Regierungschefin Sophie Wilmès positiv auf das Corona-Virus getestet. Die Ansteckung sei vermutlich im Familienkreis erfolgt, teilte die Politikerin am Samstag mit.