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20201117163103

WHO zu steigenden Corona-Fällen in Europa: Nicht nachlässig werden

17:37
16.10.2020
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts der stark steigenden Corona-Infektionszahlen vor Nachlässigkeit im Kampf gegen das Virus gewarnt. „Die Zahl der gemeldeten Covid-19-Fälle war in Europa in der vergangenen Woche dreimal höher als beim ersten Höhepunkt im März“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf.

„Auch wenn die Zahl der Todesfälle niedriger war, steigen die Krankenhauseinweisungen und viele Städte berichten, dass ihre Intensivstationen in den kommenden Wochen an ihre Kapazitätsgrenze stoßen werden.“ Tedros und die WHO-Experten appellierten an die Menschen, die Maßnahmen ernst zu nehmen. „Wir müssen durchhalten“, sagte Covid-Expertin Maria von Kerkhove. „Wir werden da durchkommen und wir werden dies unter Kontrolle bringen.“

Wenn gleichzeitig eine Grippewelle komme, stießen Gesundheitssysteme schnell an ihre Grenzen, hieß es. Die Grippe-Expertin Sylvie Briand erinnerte aber daran, dass die Grippesaison auf der Südhalbkugel in diesem Jahr ungewöhnlich mild verlief. Das liege daran, dass Maßnahmen wie Händewaschen, Abstandhalten und Mundschutztragen auch vor Grippeinfektionen schütze. „Wir hoffen, dass es in der nördlichen Hemisphäre genauso kommt“, sagte sie.

Sarah Cames

Rekordwert: Mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen in Italien

17:31
16.10.2020
Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Corona-Virus in Italien hat erstmals seit Beginn der Pandemie die Marke von 10.000 überschritten. Die Gesundheitsbehörden des Landes meldeten am Freitag 10.010 neue Fälle. Damit erreichten die neu gemeldeten Ansteckungen pro Tag zum dritten Mal in Folge einen Rekordwert. Am Donnerstag wurden mehr als 8800 neue Ansteckungen registriert, am Mittwoch waren es mehr als 7000 gewesen.

In Italien werden allerdings inzwischen sehr viel mehr Tests als am Anfang der Pandemie gemacht, sodass viele Experten von einem direkten Vergleich der Werte mit der ersten Welle abraten.

Damit haben sich in dem Land mit seinen 60 Millionen Einwohnern bisher nachweislich 391.611 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Am Donnerstag wurden zudem 55 neue Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet - die Gesamtzahl solcher bekannten Todesfälle stieg damit auf 36.427.

Sarah Cames