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20201117163103

343 neue Corona-Fälle in Rheinland-Pfalz

15:18
16.10.2020
Die Zahl der neu gemeldeten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist binnen 24 Stunden um 343 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsministerium in Mainz am Freitag mit (Stand 14.10 Uhr). Zum Vergleich: Am Donnerstag war die Zahl um 237 gestiegen.

Insgesamt seien seit Beginn der Pandemie 13 217 bestätigte Fälle registriert worden, hieß es am Freitag. 2566 Menschen im Bundesland seien aktuell mit dem Corona-Virus infiziert. 10.338 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um einen Fall auf 263.

Im Corona-Hotspot des Landes, dem Landkreis Bitburg-Prüm, blieb der Wert der Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner mit 135 recht hoch. Mit einem Wert von 71 überschritt auch der Kreis Birkenfeld den Signalwert. „Das Hochschnellen ist vor allem auf eine Nachmeldung von Corona-Infektionen aus der US-Militärgemeinde zurückzuführen“, teilte das Ministerium dazu mit. Der Leiter der regionalen Task Forces, Detlef Placzek, habe für diesen Samstag eine lokale Task Force einberufen, um über die weiteren Maßnahmen zu beraten.

Sarah Cames

Erstmals mehr als 2000 Corona-Neuinfektionen in der Slowakei

14:51
16.10.2020
Die Slowakei hat am Freitag zum ersten Mal mehr als 2000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt wurden 2075 neue Fälle registriert.

Eindringlich schlug die slowakische Ärztekammer Alarm: „Die Personalsituation beginnt in einigen Krankenhäusern ernst bis kritisch zu werden. Es fehlen nicht nur Ärzte, sondern auch anderes Gesundheitspersonal“, warnte Ärztekammer-Präsident Marian Kollar am Freitag vor Journalisten in Bratislava. Dem konservativen Gesundheitsminister Marek Krajci warf er Missmanagement und völlige Kommunikationsverweigerung gegenüber Experten vor. Das Ministerium habe bisherige Warnungen völlig ignoriert, kritisierte Kollar.

Mit 71 bestätigten Corona-Toten seit Ausbruch der Pandemie scheint die 5,4 Millionen Einwohner zählende Slowakei auf den ersten Blick noch immer weniger stark betroffen zu sein als andere Staaten. Allerdings berücksichtigt das Land nur jene Verstorbenen, bei denen sich keine andere Todesursache nachweisen lässt.

Sarah Cames

EU will Schuldenerleichterungen für Afrika unterstützen

13:32
16.10.2020
Die EU will den Staaten Afrikas wegen der Corona-Krise stärker unter die Arme greifen. Um zur Bewältigung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie beizutragen, sollen nach einem Beschluss der Staats- und Regierungschefs vom Freitag internationale Bemühungen für Schuldenerleichterungen unterstützt werden. Zudem wurde vereinbart, die Unterstützung für Gesundheitssysteme auszubauen. Im aktuellen Kontext seien Solidarität und enge Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Pandemie von entscheidender Bedeutung, heißt es in den Gipfel-Beschlüssen.

Gleichzeitig machten die Staats- und Regierungschefs deutlich, dass sie von den afrikanischen Staaten ein entschlossenes Vorgehen gegen illegale Migration und Schleusernetzwerke erwarten. Eine für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft erfordere einen ausgewogenen Ansatz, der sich an den Grundsätzen der Solidarität, der Partnerschaft und der gemeinsamen Verantwortung orientiere, erklärten sie.

Der Internationalen Währungsfonds hatte zuletzt mehrfach davor gewarnt, dass der Kampf gegen das Corona-Virus das südlich der Sahara gelegene Afrika weit zurückwerfen könnte. Für 2020 droht der Region nach Zahlen aus dem Juni ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Leistung um 3,2 Prozent; die Einkommen pro Person könnten um sieben Prozent sinken. Die Weltbank geht davon aus, dass es in Afrika wegen der Corona-Krise zum ersten Mal seit 25 Jahren eine Rezession geben wird.

Sarah Cames