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20201117163103

Große Feiern auch in Rheinland-Pfalz ein Problem

04:21
14.10.2020
Große Familienfeiern und Partys sind nach Einschätzung des Leiters der Task Force zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, Detlef Placzek, die Hauptursache für den starken Anstieg der Infektionen in Rheinland-Pfalz. Es müsse deutschlandweit darüber nachgedacht werden, solcher Veranstaltungen Herr zu werden, sagte Placzek der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Denn die Gäste solcher Feiern wohnten mitunter in anderen Bundesländern und trügen das Virus so über die Landesgrenzen.

Eine Hochzeitsfeier in Köln nannte Placzek, der auch Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung ist, als Beispiel. Zu dieser seien Angehörige aus rund 40 Familien im Kreis Neuwied gereist. Im Kreis Bitburg-Prüm seien drei Partys in einer Verbandsgemeinde der Auslöser für den rasanten Anstieg der Infektionen auf mehr als 100 pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gewesen.

Teddy Jaans

Saarländische Kommunen sehen sich überfordert

04:20
14.10.2020
Die Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln bringen saarländische Kommunen derzeit an ihre Grenzen. „Die Ortspolizeibehörden sind im Moment überfordert“, sagte der Präsident des Saarländischen Städte- und Gemeindetags (SSGT), Bürgermeister Hermann Josef Schmidt, in Tholey. Die Behörden erledigten in der Corona-Pandemie viele Arbeiten, für die sie in den letzten Jahren personell gar nicht ausgestattet worden seien. „Die Kommunen brauchen daher dringend Unterstützung“, sagte Schmidt.

Teddy Jaans

Frankreich erwartet sich neue Einschränkungen

04:19
14.10.2020
Frankreich erwartet mit Blick auf ein TV-Interview mit Präsident Emmanuel Macron strengere Maßnahmen im Kampf gegen Corona. „Alles ist vorstellbar. (...) Nichts wird ausgeschlossen“, sagte die Beigeordnete Ministerin im Innenministerium, Marlène Schiappa, am Dienstag auf die Frage nach einer möglichen abendlichen Ausgangssperre dem Sender LCI. Es gebe viele Menschen, die sich an die aktuellen Maßnahmen hielten, aber das reiche nicht. Es lägen daher durchaus andere Maßnahmen auf dem Tisch, die regional in Betracht kämen. Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Umfeld des Präsidenten berichtete, könnte der 42-Jährige eine nächtliche Ausgangssperre für Ballungszentren wie Paris ankündigen.

Teddy Jaans

Niederlande im „Teil-Lockdown“: Gaststätten zu und Maskenpflicht

20:28
13.10.2020
Die Niederlande haben die Corona-Maßnahmen drastisch verschärft. Ministerpräsident Mark Rutte kündigte am Dienstag in Den Haag einen „Teil-Lockdown“ an. Kneipen, Cafés und Restaurants werden geschlossen, und der Verkauf von Alkohol wird ab 20 Uhr verboten. Außerdem dürfen die Bürger nur noch maximal drei Gäste pro Tag in ihren Wohnungen empfangen und sollen Bus und Bahn nur noch in dringenden Fällen nutzen. Premier Rutte kündigte auch eine allgemeine Maskenpflicht an für alle öffentlichen Räume wie Geschäfte, Museen oder Bibliotheken, bisher war dies nur eine dringende Empfehlung.

Die Regierung reagiert damit auf die dramatisch steigenden Neuinfektionen mit dem Corona-Virus. In den vergangenen sieben Tagen waren 252 Infektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet worden. Am schlimmsten betroffen sind Amsterdam und Rotterdam mit je etwa 410 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Fast in allen Regionen sei die Lage „alarmierend“, sagte Rutte.

In der vergangenen Woche registrierte das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM fast 44.000 Neuinfektionen - 60 Prozent mehr als in der Vorwoche. Am Dienstag wurden rund 7400 Neu-Infektionen gemeldet, rund 550 mehr als am Vortag. Damit wurde erstmals die 7000-Marke überschritten.

Auch die Zahl der Patienten in Krankenhäusern und auf Intensivstationen steigt den Angaben zufolge schnell an. 34 Menschen waren am Dienstag nachweislich an Covid-19 gestorben, am Vortag waren 13 Todesfälle gemeldet worden. Seit Ausbruch der Pandemie gab es nachweislich im Land rund 190.000 Infektionen und 6631 Todesfälle.

Sarah Cames