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Im Eifelkreis Bitburg-Prüm gelten verschärfte Regeln

16:29
12.10.2020
Wegen deutlich gestiegener Corona-Infektionszahlen ergreift der Eifelkreis Bitburg-Prüm weitergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. In Abstimmung mit dem Land Rheinland-Pfalz gelten die Regelungen ab diesem Donnerstag (15. Oktober) bis zum 30. November, wie die Kreisverwaltung am Montag in Bitburg mitteilte. Der kritische Wert von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche wurde am Samstag, am Sonntag und am Montag überschritten. Am Nachmittag des Montags lag der Sieben-Tage-Inzidenzwert bei 105 Neuinfektionen.

Nach den gemäß des Warn- und Aktionsplans des Landes beschlossenen Regelungen dürfen im Landkreis dann zu privaten Feiern maximal zehn Personen aus bis zu zwei Haushalten zusammenkommen. Auch beim Tragen einer Maske im öffentlichen Raum müsse ein Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Personen eingehalten werden. Zu Veranstaltungen in geschlossenen Räumen seien höchstens 75 Personen gleichzeitig erlaubt. Sport sei ohne Zuschauer möglich.

Die Kreisverwaltung forderte vor allem jüngere Bürger „mit Nachdruck“ dazu auf, diese Regelungen zu beachten, um sich und ältere Menschen zu schützen. Ordnungskräfte würden die Einhaltung der geltenden Regeln verstärkt überprüfen. Bei Verstößen drohten Bußgelder.

Die gestiegene Zahl an Neuinfektionen gehe vor allem auf zwei private Geburtstagsfeiern am vorvergangenen Wochenende zurück. Es seien überwiegend junge Leute gewesen, mindestens eine Person sei infiziert gewesen. Die Kontaktnachverfolgung sei zum Großteil abgeschlossen. Derzeit gehe man von einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen aus.

Sarah Cames

Rheinland-Pfalz setzt Beherbergungsverbot nicht um

16:25
12.10.2020
Rheinland-Pfalz setzt das geplante Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Krisengebieten vorerst nicht in Kraft. Das kündigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Montag in Mainz an. „Die Rückmeldungen aus den Kommunen waren verheerend.“ Auch bundesweit sei die Diskussion über den Sinn dieses Verbots „extrem virulent“. „Deshalb setzen wir es jetzt nicht direkt in Kraft.“ Dreyer will sich in der Schalte der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch angesichts der deutlich steigenden Corona-Neuinfektionen zudem für eine bundesweite Begrenzung von Privatfeiern auf etwa 25 Teilnehmer einsetzen.

Ursache der drastisch steigenden Infektionen seien in der Regel private Feiern, sagte Dreyer. „Es wäre ein echtes Signal, private Feiern drastisch zu reduzieren.“ Wenn eine bundeseinheitliche Regelung in der Schalte der Länderchefs mit der Bundeskanzlerin am Mittwoch nicht gelinge, werde Rheinland-Pfalz für sich nachsteuern. Derzeit seien 75 Menschen bei privaten Feiern erlaubt.

Über das Beherbergungsverbot wolle sie in der Schalte auch noch einmal reden, kündigte Dreyer an. „Rheinland-Pfalz war davon nie ein großer Fan.“ Wegen der Bundeseinheitlichkeit habe sich ihre Regierung aber angeschlossen.

Den Vorschlag von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für ein bundesweites Bußgeld von 250 Euro bei Verstößen gegen die Maskenpflicht nannte Dreyer dagegen eine „Petitesse“. Die Ministerpräsidenten hätten sich bereits bundesweit auf mindestens 50 Euro verständigt.

Sarah Cames