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20201117163103

Deutliche Steigerung bei Coronavirus-Fällen im Saarland

16:54
09.10.2020
Im Saarland hat sich die Zahl der neu nachgewiesenen Corona-Infektionen binnen eines Tages verdreifacht. Wie das Gesundheitsministerium in Saarbrücken am Freitag mitteilte (Stand 18.00 Uhr), wurden 67 neue Fälle gezählt. Am Vortag waren es noch 22. Damit gibt es insgesamt 3662 bestätigte Fälle im Land. Die Zahl der Menschen, die bislang in Verbindung mit dem Virus starben, blieb weiterhin bei 177. Die Zahl der als geheilt geltenden Menschen erhöhte sich nach Angaben des Ministeriums auf 3214. Aktuell seien 271 Menschen mit dem Virus aktiv infiziert. Sieben Erkrankte liegen im Krankenhaus, zwei von ihnen müssen intensivmedizinisch behandelt werden.

dpa

Corona-Neuinfektionen in Italien übersteigen 5000er-Schwelle

16:46
09.10.2020
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Italien hat am Freitag die Schwelle von 5000 Fällen übersprungen. Die Behörden zählten 5372 neue Ansteckungen binnen 24 Stunden. Außerdem wurden 28 neue Covid-Tote registriert. Seit einigen Tagen steigen die Zahlen in dem Land, das zu Beginn der Pandemie im Frühjahr Europas Corona-Hotspot war, stärker als in den Wochen davor. Insgesamt zählt Italien nun fast 344.000 Infektionen und mehr als 36.100 Covid-Tote.

Die Zahl der Neuansteckungen mit Sars-CoV-2 liegt damit so hoch wie zuletzt im März. Allerdings werden heute viel mehr Leute auf das Virus getestet. Auch liegen deutlich weniger Menschen auf Intensivstationen: annähernd 400. Und es sterben bei weitem nicht so viele Patienten. Besonders viele Neuansteckungen gab es am Freitag in der Lombardei im Norden und in Kampanien im Süden.

Der Regierungsberater Walter Ricciardi warnte im Sender Sky TG24, dass die Zahl der täglichen Ansteckungen bis Dezember auf 16.000 Fälle steigen könnte. Die Regierung schließt weitere Verschärfungen der Corona-Regeln nicht aus. Seit dieser Woche gilt auch im Freien Maskenpflicht.

dpa

EU-Staaten einigen sich auf Ampel-Karte gegen Reise-Wirrwarr

15:48
09.10.2020
Mit einer gemeinsamen Ampel-Karte wollen die EU-Staaten das coronabedingte Reise-Wirrwarr in Europa mildern. Je nach Infektionsgeschehen sollen Regionen entweder grün, orange oder rot markiert werden. Für „grüne“ Gebiete mit wenigen Corona-Fällen sollen die Staaten keine Reiseeinschränkungen erlassen. Darauf verständigten sich die Botschafter der EU-Staaten am Freitag mit ausreichender Mehrheit.

„Der endgültigen Annahme durch die Europaminister am Dienstag steht nun nichts mehr entgegen“, sagte ein Sprecher der deutschen Ratspräsidentschaft am Freitag nach einem Treffen der EU-Botschafter. Weil Deutschland derzeit den Vorsitz der EU-Staaten innehat, leitet es die Verhandlungen. Die Empfehlungen sind allerdings nicht bindend.

Gemeinsame Regeln für Reisende aus orange oder rot markierten Regionen sieht das Konzept nicht vor. Ebenso wenig einigten sich die EU-Staaten auf europaweite Standards für Quarantäne- und Test-Regeln.

Die Ampel-Karte soll von der europäischen Gesundheitsagentur ECDC erstellt und wöchentlich aktualisiert werden. Neben den EU-Staaten soll sie unter anderem auch Island und Norwegen umfassen. Bislang entscheidet jedes Land mit eigenen Kriterien, welche anderen EU-Länder oder -Regionen es als Risikogebiet einstuft. Das führt zu großen Unterschieden.

Jörg Tschürtz