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20201117163103

EU sichert sich Corona-Impfstoff und weitere Dosen Remdesivir

13:39
08.10.2020
Im Kampf gegen Corona hat sich die EU-Kommission Bezugsrechte für einen weiteren künftigen Impfstoff und für zusätzliche Dosen des Anti-Viren-Medikaments Remdesivir gesichert. Mit der belgischen Tochter des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson schloss die EU-Behörde Verträge über die mögliche Lieferung von Impfstoff für 200 Millionen Menschen.

Vorgesehen ist zudem eine Option für weitere 200 Millionen Personen, wie die Brüsseler Behörde am Donnerstag mitteilte. Zudem steht nun der angekündigte Vertrag mit dem US-Hersteller Gilead über bis zu eine halbe Million weitere Dosen Remdesivir für die EU-Staaten und weitere europäische Länder.

Jörg Tschürtz

Notfallplan in Pariser Krankenhäusern

11:49
08.10.2020
Die Pariser Gesundheitsbehörden rechnen mit einem Zustrom von Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern. Die Gesundheitseinrichtungen seien aufgefordert worden, alle Ressourcen zu mobilisieren und sich auf die kommenden Tage vorzubereiten, schrieb der Direktor der regionalen Gesundheitsbehörde, Aurélien Rousseau, am Donnerstag auf Twitter. Ein Notfallplan wurde aktiviert. Damit können Kliniken zum Beispiel nicht dringende Operationen verschieben.

Im Kampf gegen Corona sind in der französischen Hauptstadt seit Dienstag alle Bars und Cafés geschlossen. Für Restaurants gelten strengere Hygienemaßnahmen. Außerdem wurde die „maximale Alarmstufe“ ausgerufen. Mehr als 270 Menschen pro 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen in Paris mit dem Virus infiziert. Besonders Jüngere sind betroffen. Mehr als ein Drittel der Intensivbetten ist mit Covid-19-Patienten belegt.

Frankreich ist mit mehr als 32.000 Toten schwer von der Pandemie getroffen. Mit 18.746 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gab es am Mittwoch einen weiteren Rekord. Gesundheitsminister Olivier Véran wollte am Abend in einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage informieren. Erwartet wurde, dass in weiteren Städten wie Lyon und Lille die „maximale Alarmstufe“ ausgerufen wird.

Neben Paris gilt diese bisher in der südfranzösischen Metropole Marseille und im Überseegebiet Guadeloupe. Sie ist die letzte Stufe vor dem Gesundheitsnotstand. „Wir müssen uns auf den Weg zu zusätzlichen Einschränkungen machen“, hatte auch Staatschef Emmanuel Macron am Mittwochabend angekündigt.

Jörg Tschürtz