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20201117163103

Beherbungsverbot im Saarland

09:55
08.10.2020
Im Saarland gibt es schon seit Ende Juni ein Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Risikogebieten. Es sei im Zuge der damals hohen Infektionszahlen nach dem Corona-Ausbruch rund um den Fleischverarbeiter Tönnies im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh in die saarländische Rechtsverordnung aufgenommen worden, sagte Regierungssprecher Alexander Zeyer am Donnerstag in Saarbrücken. Insofern ändere sich für das Saarland nach der Einigung von Ländern und Bund vom Mittwoch auf ein bundesweites Beherbergungsverbot nichts.

Das Beherbergungsverbot gilt im Saarland nicht für Gäste, die einen ärztlich attestierten negativen Coronatest vorlegen können, der nicht älter als zwei Tage ist. Ausnahmen gibt es unter anderem auch für Personen, deren Aufenthalt zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst ist. Auch Besuche eines engen Familienangehörigen oder Lebenspartners bleiben erlaubt.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hatte sich schon Ende Juni beim Umgang mit Reisenden aus Corona-Risikogebieten für eine „bundesweit einheitliche Verfahrensweise“ stark gemacht. Insofern werde die jetzt angestrebte Einigung begrüßt, sagte Zeyer.

Jörg Tschürtz

Österreich hat mehr neue Corona-Fälle an einem Tag als je zuvor

09:54
08.10.2020
Die Zahl neu gemeldeter Corona-Fälle in Österreich hat erstmals die Spitzenwerte aus der Hochphase der Pandemie im Frühjahr überstiegen. Behörden zählten am Donnerstag 1.209 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, 613 davon allein in Wien. Acht neue Todesfälle wurden seit dem Vortag gemeldet. Im Krankenhaus liegen 506 Covid-19-Patienten, 107 davon auf der Intensivstation.

Die Zahlen seien mit dem Frühjahr nicht vergleichbar, weil mehr getestet werde, betonte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Donnerstag am Rande einer Pressekonferenz in Wien. Er nannte die Situation dennoch schwierig. Etwa 10.000 Menschen galten am Donnerstag österreichweit als aktiv erkrankt, mehr als doppelt so viele wie vor einem Monat.

Die Corona-Ampel zur Bewertung der Lage innerhalb Österreichs könnte einem Medienbericht zufolge am Freitag erstmals für einige Bezirke die höchste Warnstufe rot zeigen. Anschober sagte, er wolle der am Donnerstag beratenden Experten-Kommission zur Ampel nicht vorgreifen. Die Corona-Ampel bewertet neben den Infektionszahlen der vergangenen sieben Tage auch Faktoren wie das Alter der Erkrankten, die Krankenhauskapazitäten und die Nachverfolgbarkeit der Ansteckungen.

Jörg Tschürtz

Foto: Fern Morbach Auch das Carlton ist von der aktuellen Krise arg gebeutelt.