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Neuer Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Frankreich

20:14
07.10.2020
Frankreich hat mit 18 746 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen Tages-Höchststand erzielt. Wie die Behörden am Mittwochabend mitteilten, wurde damit der bisherige höchste Wert von 16.972 neuen Fällen vom vergangenen Wochenende deutlich überschritten.

Die Corona-Lage in Frankreich ist sehr angespannt. Bis auf die an Deutschland grenzende Region Grand Est und die Insel Korsika gilt für Frankreich eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts.

Gesundheitsminister Olivier Véran will am diesem Donnerstag über die aktuelle Lage berichten. Staatschef Emmanuel Macron stimmte die Franzosen bei einem TV-Interview am Abend bereits auf zusätzliche Einschränkungen ein, wie es sie in den Metropolen Paris und Marseille bereits gibt. Ins Detail ging der 42-Jährige dabei aber nicht.

„Das Virus zirkuliert seit einigen Wochen schneller“, sagte der Staatschef den Fernsehsendern TF1 und France2 im dem südfranzösischen Ort Saint-Martin-Vésubie, der am vergangenen Freitag stark von Unwettern und Überschwemmungen getroffen worden war. „Wir müssen uns auf den Weg zu zusätzlichen Einschränkungen machen.“

Bisher starben in der Covid-19-Pandemie rund 32.500 Menschen. In vielen Städten Frankreichs gilt die Maskenpflicht auch unter freiem Himmel. Im Kampf gegen das Coronavirus mussten in Paris und Umgebung Bars und Cafés für zwei Wochen schließen. Wegen der ernsten Corona-Lage hatte Frankreichs Regierung zu Wochenbeginn die „maximale Alarmstufe“ in der Hauptstadtregion ausgerufen.

dpa

Weltbank: Wegen Corona bis zu 115 Millionen Menschen extrem arm

19:26
07.10.2020
Ausgelöst durch die Corona-Pandemie steigt die Zahl der weltweit in extremer Armut lebenden Menschen nach Erwartungen der Weltbank um bis zu 115 Millionen Personen. Der Anteil der extrem armen Menschen vergrößere sich in diesem Jahr erstmals seit mehr als 20 Jahren, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Bis 2021 könnten demnach 150 Millionen Menschen von weniger als 1,90 Dollar (rund 1,60 Euro) pro Tag leben müssen. 9,1 bis 9,4 Prozent der Weltbevölkerung sei erwartbar extrem arm; durch Corona seien 1,4 Prozent mehr betroffen als ursprünglich erwartet.

dpa