Zum Umgang des US-Präsidenten mit seiner Corona-Infektion heißt es am Mittwoch in der belgischen Zeitung „De Standaard“:
„Donald Trump ignoriert die Tatsache, dass er als Präsident die denkbar beste medizinische Versorgung bekommt - eine Behandlung, von der andere Amerikaner nur träumen können. Im Walter-Reed-Hospital bekam er Steroide und eine experimentelle Therapie. Im Weißen Haus steht ihm zur Fortsetzung seiner Behandlung ein umfangreiches Mediziner-Team zur Verfügung.
Vor seiner Rückkehr hat er mit seinen Beratern besprochen, wie diese am wirksamsten in Szene gesetzt werden kann, so dass er präsidial und als Herr der Lage wirkt. Seine Heimkehr ins Weiße Haus mit einem Hubschrauber wurde vollständig gefilmt und auf seinem Twitter-Account veröffentlicht - mit einem triumphalen Soundtrack wie in amerikanischen Heldenfilmen. (...)
Gleichwohl ist das neue Corona-Virus für Menschen über 45 viel tödlicher als eine Grippe. Aber Trump hat seinen Beratern eingeschärft, dass er stark und bereit ist, erneut Wahlkampf zu führen. Daher ist nicht auszuschließen, dass der Präsident schon bald wieder Massenkundgebungen abhält.“