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EU-Ratschef wünscht Trump baldige Genesung

08:10
02.10.2020
EU-Ratspräsident Charles Michel hat dem mit Corona infizierten US-Präsidenten Donald Trump und dessen Frau Melania eine rasche Genesung gewünscht. Michel schrieb am Freitag auf Twitter: „Covid-19 ist eine Schlacht, die wir weiter schlagen. Jeden Tag. Egal wo wir leben.“

Zuvor hatte Trump mitgeteilt, dass er selbst und seine Frau positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.

Teddy Jaans

Zwölf Festnahmen bei Demonstrationen gegen Netanjahu in Tel Aviv

07:06
02.10.2020
Bei Demonstrationen von Gegnern des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hat die Polizei in Tel Aviv zwölf Menschen vorübergehend festgenommen. Ihnen wurden Störungen der öffentlichen Ordnung vorgeworfen, wie die Polizei mitteilte. Medienberichten zufolge beteiligten sich am Donnerstagabend Tausende im ganzen Land an den Demonstrationen. Sie fanden sich demnach in kleinen Gruppen zusammen und protestierten etwa auf Straßen sowie Brücken.

Medienberichten zufolge soll in Tel Aviv ein Wagen beschleunigt und auf Demonstranten zugehalten haben. Eine Frau sei leicht verletzt worden. Der Polizei zufolge wurde der Fahrer festgenommen und befragt. Eine Anzeige sei bislang nicht eingegangen. Die Polizei rief Augenzeugen auf, sich zu melden.

Parlament und Regierung hatten in dieser Woche eine umstrittene Einschränkung für Demonstrationen beschlossen: Wer protestieren will, darf dies demnach während des kompletten Lockdowns nur innerhalb eines Umkreises von 1000 Metern von seinem Zuhause und in Gruppen von maximal 20 Menschen. Die befristete Einschränkung ist Teil der geltenden Lockdown-Maßnahmen. Dieser wurde wegen massiv gestiegener Corona-Zahlen verhängt und soll eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern.

Netanjahu hatte Demonstrationen wegen der damit einhergehenden Ansteckungsgefahr unlängst als „Brutstätten“ des Coronavirus bezeichnet. Kritiker sehen in der Einschränkung den Versuch, die wöchentlichen Proteste gegen den Regierungschef zu verhindern. Netanjahu steht auch wegen seiner Corona-Politik und eines gegen ihn laufenden Korruptionsprozesses massiv in der Kritik.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hatte am Mittwoch erstmals die Marke von 9000 Fällen überschritten. Israel hat etwa neun Millionen Einwohner.

dpa

Schulstart in Syriens Rebellengebieten trotz steigender Corona-Zahlen

07:04
02.10.2020
Trotz steigender Zahlen von Corona-Fällen haben in den Rebellengebieten im Nordwesten Syriens die Schulen wieder geöffnet. Es gehe darum, die Bildungslücken auszugleichen, die bei vielen Kindern im vergangenen Schuljahr wegen Bombardierungen und Vertreibungen entstanden seien, sagte der Leiter der Bildungsbehörde in der Provinz Idlib, Mustafa al-Hadsch Ali.

Damit sich das Coronavirus nicht verbreite, seien die Klassen in mehrere Gruppen aufgeteilt worden, erklärte er weiter. Schüler müssten Masken tragen, die Klassenräume würden desinfiziert.

Viele Kinder in Vertriebenenlagern erhalten das erste Mal seit langer Zeit wieder Unterricht. Die Schulbildung dort habe sich wegen der schwierigen Umstände im Allgemeinen verschlechtert, sagte Schams al-Din Ibrahim, Lehrer in einem Lager in dem Ort Batanta nordwestlich der Rebellenhochburg Idlib. Es fehlen Unterrichtsmaterial und Mobiliar. „Aber wir hoffen, dass wir mit unseren Bemühungen diese Generation retten und die Bildungslücken schließen können.“

Unterrichtet werden die Kinder in den Lagern häufig in Zelten, wo sie kaum Sicherheitsabstände einhalten können. Viele von ihnen tragen zum Schutz Masken. Die meisten der Kinder waren vor mehreren Monaten mit ihren Familien vor Kämpfen, Bombardierungen und den heranrückenden Truppen der syrischen Regierung geflohen.

In den Rebellengebieten im Nordwesten Syriens ist die Zahl der Corona-Fälle in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. In der Region leben nach Angaben der Vereinten Nationen rund vier Millionen Menschen, mehr als die Hälfte davon Vertriebene. Viele von ihnen sind in überfüllten Lagern untergekommen.

dpa