"Eine Tracing-App wird die aktuelle Arbeit der Kontaktnachverfolgung nie ersetzen können", unterstreicht Paulette Lenert. Der Tracing-Dienst soll so lang wie möglich aufrecht erhalten werden. Die Ministerin betonte, dass man mit der aktuellen Situation gut zurecht komme.
Am Freitag hatte Santé-Direktor Jean-Claude Schmit gemeint, dass das analoge Contact Tracing mit der aktuell hohen Zahl an Neuinfektionen überfordert sei. Man stoße bereits mit 60 täglichen Neuinfektionen an die Grenzen, so Schmit.
Lenert erklärte am Mittwoch dazu, es gebe natürlich die Sorge im Ministerium, dass man irgendwann an ein Kapazitätslimit stoße. Dieses sei momentan aber noch nicht erreicht. Sie wolle Schmit diesbezüglich auch nicht "schulmeistern". Entscheidend beim Tracing sei nicht die Zahl der Neuinfektionen, sondern die Anzahl der nachzuverfolgenden Kontakte.
Jörg Tschürtz