Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat den höchsten Wert seit April erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter
2507 neue Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bekanntgab. Am Freitag hatte die Zahl der neu gemeldeten Fälle noch bei 2153 gelegen.
In Deutschland haben sich seit Beginn der Corona-Krise nach RKI-Angaben vom Samstag mindestens 282 730 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 26.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liege nach bei 9452. Das sind 9 mehr als am Vortag. Rund 249.700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.
Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle einmal bei knapp über 2000 (2034).
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte am Freitag angesichts steigender Corona-Infektionszahlen von Auslandsreisen in den Herbst- und Winterferien abgeraten. Die Herbstferien beginnen in den ersten Bundesländern bereits übernächste Woche - am 5. Oktober.
Am Abend erklärte die Bundesregierung ganz Tschechien, Luxemburg und das österreichische Bundesland Tirol zu Corona-Risikogebieten und warnt nun vor touristischen Reisen dorthin. Die RKI-Risikoliste und die Reisehinweise des Auswärtigen Amts wurden entsprechend aktualisiert. Damit sind nun 15 von 27 EU-Ländern zumindest teilweise Corona-Risikogebiete, Spanien, Tschechien und Luxemburg sogar ganz. Polen ist das einzige der neun Nachbarländer Deutschlands, das noch nicht betroffen ist. Aber auch dort steigen die Infektionszahlen.
dpa