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Moskau schickt Senioren wegen Corona wieder in die Selbstisolation

11:44
25.09.2020
Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen schickt Moskau Senioren und chronisch kranke Menschen wieder in die Selbstisolation. Von Montag an sollten sie ihre Wohnungen und Häuser nur im Ausnahmefall oder für kurze Spaziergänge verlassen, schrieb der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin am Freitag in einem Blogeintrag. Er rief zudem die Bewohner der Millionenmetropole zu mehr Disziplin und Verantwortung beim Tragen des Mund-Nasen-Schutzes auf. „Wir wollen nicht zu den Beschränkungen im Frühling zurückkehren.“ Damals gab es wochenlang einen strengen Lockdown für die geschätzt rund 15 Millionen Moskauer.

In Russland steigen die Corona-Zahlen seit einigen Tagen stark an. Am Freitag wurden offiziell mehr als 7200 neue Fälle gezählt, so viele wie seit Juni nicht mehr. Moskau ist seit Beginn der Corona-Krise der Hotspot in Russland. In der Hauptstadt gab es zuletzt mehr als 1500 Neuinfektionen; die Zahl hat sich seit der vergangenen Woche fast verdoppelt.

Das Land steht in der weltweiten Rangliste der am meisten betroffenen Länder bei den Infektionszahlen an vierter Stelle. Insgesamt sind in dem Land mit rund 145 Millionen Einwohnern offiziell rund 20.000 Infizierte gestorben - das ist im internationalen Vergleich eher wenig. Russland setzt besonders auf seinen Corona-Impfstoff „Sputnik V“, der im August in dem Riesenreich freigegeben wurde. Es gab jedoch international Kritik, weil die Zulassung vor Abschluss wichtiger Tests erfolgte. Zudem bemängelten Forscher, dass die Studie der russischen Experten viele Fragen offenlasse und es auffällig viele gleiche Werte gebe, die eine Wirkung des Mittels bestätigen würden.

dpa

Polen verzeichnet so viele Corona-Neuinfektionen wie noch nie

11:42
25.09.2020
Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Freitag verzeichneten die Behörden 1587 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. Der Schwerpunkt der nachgewiesenen Neuinfektionen lag mit 295 Fällen in der Region um Warschau, aber auch Kleinpolen im Süden des Landes (241) und Kujawien-Pommern im Norden (162) waren stark betroffen. Der bisherige Rekordwert von 1136 Neuinfektionen wurde einen Tag zuvor erfasst.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte, es gebe keine großen lokalen Epidemieherde. „Das ist ein Effekt unserer Rückkehr zur Normalität.“ Viele Ausbrüche seien auf private Feiern zurückzuführen, auch in Pflegeheimen nehme die Zahl der Infizierten zu. Es gebe die Überlegung, Besuche in diesen Heimen nicht mehr zuzulassen.

In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 84.396 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 2392 Menschen starben demnach in Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner. Das Land wird vom Robert-Koch-Institut nicht als Risikogebiet eingestuft.

dpa