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Gesundheitsminister in Marseille - Rekordwert neuer Fälle

08:52
25.09.2020
Angesichts der Proteste gegen die Schließung von Restaurants und Bars will der französische Gesundheitsminister Olivier Véran am Freitag ein Krankenhaus in Marseille besuchen. In der südfranzösischen Hafenmetropole treffen neue Maßnahmen der Regierung im Kampf gegen Corona auf Unverständnis und große Wut.

In Frankreich wurde nach Behördenangaben vom Donnerstagabend mit 16 096 neuen Fällen ein Höchstwert erreicht. „Das Aufkommen von Covid-19 im gesamten Land ist beunruhigend“, warnte Regierungschef Jean Castex. Der Mitte-Rechtspolitiker kündigte neue Hilfen für Betriebe an, die von Schließungen betroffen sind. Frankreich registrierte in der Covid-19-Pandemie bisher über 31 500 Todesfälle.

Der Präsident der Region Provence-Alpes-Côte-d'Azur (Paca), Renaud Muselier, hatte angekündigt, er werde per Einspruch rechtlich gegen die Schließung der Lokale vorgehen. Er kritisierte die Maßnahmen als „kollektive Bestrafung“. Marseille liegt in der Region Paca.

Ressortchef Véran hatte angekündigt, dass für Marseille und das Überseegebiet Guadeloupe die „maximale Alarmstufe“ ausgerufen worden sei. Das hat besondere Beschränkungen zur Folge. Es bedeutet, dass neben Bars und Restaurants auch alle öffentlich zugänglichen Einrichtungen schließen müssen, sofern sie kein „strenges Gesundheitsprotokoll“ haben. Theater und Kinos sind davon nicht betroffen.

dpa

Zahl der Corona-Neuinfektionen schnellt in Israel auf Rekordwert

06:24
25.09.2020
Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Israel erstmals die Marke von 7500 Fällen überschritten. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag unmittelbar vor Beginn eines verschärften landesweiten Lockdowns mitteilte, wurden am Vortag 7527 neue Infektionen registriert. Der bisherige Rekordwert stammt mit 7131 Fällen vom Mittwoch. Vor fast genau vier Monaten, am 23. Mai, waren in Israel lediglich 5 Neuinfektionen verzeichnet worden.

Am Freitagnachmittag sollte in Israel eine Verschärfung des seit einer Woche geltenden Lockdowns in Kraft treten. Die Bevölkerung muss sich dann mit weiteren Einschränkungen arrangieren. So ist es nur noch Menschen aus Berufen, die als systemrelevant gelten, erlaubt, ihren Arbeitsplatz aufzusuchen. Der öffentliche Nahverkehr wird eingeschränkt. Nur in Ausnahmefällen dürfen sich die Menschen weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause bewegen. Die Regierung will mit dem Lockdown eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern.

Die Pandemie verlief in Israel zunächst glimpflich, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach von Experten kritisierten Lockerungen im Mai schnellten die Zahlen jedoch in die Höhe. Die Regierung appellierte wiederholt an die Menschen, sich an Vorschriften wie Abstandsregeln zu halten.

dpa