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45 registrierte Corona-Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz

10:36
23.09.2020
Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz ist am Mittwoch um 45 auf 10.246 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle blieb bei 248, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte. Aktuell sind 921 Menschen in dem Bundesland mit dem Virus infiziert (Stand 10.15 Uhr), 15 mehr als am Vortag.

Die meisten bestätigten Neuinfektionen gibt es inzwischen im Landkreis Germersheim in der Südpfalz. Dort zählte das Gesundheitsamt 26 Fälle auf 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Es folgen die Landeshauptstadt Mainz mit 23 sowie die Stadt Worms und der Westerwaldkreis mit jeweils 18 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner. Von den 24 Landkreisen und 12 kreisfreien Städten ist allein die Stadt Landau ohne eine registrierte Neuinfektion in den zurückliegenden sieben Tagen.

Knapp neun von zehn Menschen, bei denen eine Ansteckung mit dem Virus bestätigt wurde, sind bisher nach Angaben des Gesundheitsministeriums wieder genesen - das sind 9077 Fälle oder 88,6 Prozent.

dpa

Corona-Disziplin mit Militär? Boris Johnson muss sich rechtfertigen

09:10
23.09.2020
Die Opposition im britischen Parlament hat Premier Boris Johnson aufgefordert, seinen Vorschlag für einen Einsatz des Militärs im Kampf gegen die Corona-Pandemie genauer zu erklären. Ein Abgeordneter der Labour-Partei fragte in einem Schreiben am Mittwoch, was genau die Soldaten in einem solchen Fall tun und wie die Kosten dafür gestemmt werden sollten. Außenminister Dominic Raab warf der Opposition daraufhin „Panikmache“ vor.

In einer Fernsehansprache an die Nation hatte Johnson die Nation am Dienstag darauf eingeschworen, sich an die verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie zu halten. „Wir werden mehr Polizei auf der Straße einsetzen und sie mit dem Militär unterstützen, wenn nötig“, sagte er und kündigte hohe Bußgelder bei Verstößen an.

Ein Regierungssprecher stellte klar, dass Soldaten gegebenenfalls Büroaufgaben übernehmen oder Plätze bewachen sollten, für die sonst die Polizei zuständig ist. Das Militär solle keine neuen Befugnisse bekommen oder Bußgelder verhängen. Es gehe vielmehr darum, weitere Kapazitäten für Kontrollen bei der Polizei zu schaffen.

In Großbritannien gelten angesichts stark steigender Corona-Zahlen wieder schärfere Schutzmaßnahmen: Pubs und Restaurants müssen in England von Donnerstag an um 22 Uhr schließen. Außerdem wird nur noch Service am Tisch erlaubt sein. Zudem wird die Maskenpflicht weiter ausgeweitet: Auch in Taxis oder Geschäften soll das Maskentragen künftig verpflichtend sein. Außerdem forderte Johnson Arbeitnehmer wieder auf, wenn möglich von zuhause zu arbeiten. In Schottland und Nordirland gelten bereits schärfere Regeln.

Das Land befinde sich an einem „gefährlichen Wendepunkt“, sagte der Premier. Die Zahl der Infektionen verdoppelte sich in Großbritannien ungefähr innerhalb von sieben Tagen. Am Dienstag lag die Zahl der Neuerkrankten mit fast 5000 Fällen so hoch wie zuletzt Anfang Mai. Verbreite sich das Virus ungehindert im gleichen Tempo weiter, könnte Großbritannien Mitte Oktober fast 50 000 Fälle pro Tag zählen, warnen führende Gesundheitsexperten.

dpa