Am Donnerstag wird im Parlament über die Abänderung eines Covid-Gesetzes abgestimmt, das die Ausbreitung des Virus durch strengere Maßnahmen eindämmen soll. Unter anderem soll durch den Text die Versammlungsfreiheit im privaten Raum eingeschränkt werden - nicht mehr als zehn Personen aus anderen Haushalten sollen zu Hause empfangen werden dürfen.
Nachdem der Entwurf am Montag in der Chamber vorgestellt wurde, hat die konsultative Menschenrechtskommission (CCDH) am Mittwoch eine Stellungnahme veröffentlicht, in der vor allem das Tempo, in dem Covid-Gesetze aufgesetzt und gestimmt werden, kritisiert wird.
Der Vorschlag für die Gesetzesänderung sei lediglich drei Tage nach Inkrafttreten des ursprünglichen Gesetzes eingegangen. Da die Chamber bereits am Donnerstag abstimme, bleibe nicht genügend Zeit für eine ordentliche Prüfung.
Auch wenn das CCDH die Notwendigkeit schneller Entscheidungen nachvollziehen könne, so schränke die Schnelligkeit, in der die Änderung geprüft werden müsse, die Möglichkeit eines demokratischen Diskurses stark ein. Dieser sei in der aktuellen Situation jedoch besonders wichtig.