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Israel: Weitere Verschärfung der Corona-Beschränkungen möglich

19:54
17.09.2020
Kurz vor Beginn eines zweiten Corona-Lockdowns in Israel hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine mögliche weitere Verschärfung der vorgesehenen Einschränkungen angekündigt. Netanjahu sagte am Donnerstagabend, angesichts der immer weiter steigenden Infektionszahlen könnte dies notwendig sein. „Ich denke, dass wir angesichts der Infektionslage möglicherweise keine andere Wahl haben werden, als die Beschränkungen zu verschärfen“, sagte Netanjahu.

Am Freitagnachmittag beginnt in Israel ein Corona-Lockdown, der mindestens drei Wochen andauern soll.
Die Maßnahme soll die Zahl der Corona-Fälle in dem Land eindämmen - die täglichen Neuinfektionen waren zuletzt wiederholt auf Rekordwerte gestiegen. Experten hatten im Sommer unter anderem kritisiert, Lockerungen seien verfrüht vorgenommen worden. Die Opposition in dem Mittelmeerstaat kritisiert den Kurs der Regierung scharf. Die Krise hat der Wirtschaft des Landes bereits schwer zugesetzt.

Während des Lockdowns sollen Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben. Auch Hotels, Einkaufszentren sowie Freizeiteinrichtungen müssen schließen. Restaurants dürfen nur noch außer Haus verkaufen. Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche sind weiter erlaubt. Nach bisherigen Anweisungen dürfen die Menschen sich dann nur noch in Ausnahmefällen weiter als 500 Meter von ihrem Zuhause entfernen. Ein parlamentarischer Ausschuss teilte allerdings am Donnerstag nach Medienberichten mit, die Entfernung könnte auf einen Kilometer ausgeweitet werden.

Sarah Cames

Lyon und Nizza: Regierung fordert strengere Corona-Regeln

18:37
17.09.2020
Die französische Regierung hat weitere Regionen im Land aufgefordert, strengere Maßnahmen im Kampf gegen Corona zu verhängen. Für die Städte Lyon und Nizza sollten die Behörden bis Samstag Vorschläge machen, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstag in Paris. In Städten wie Paris, Lille, Toulouse, Rennes und Dijon seien die kritischen Schwellenwerte noch nicht erreicht.

Marseille, Bordeaux und das französische Überseegebiet Guadeloupe hatten nach Aufforderung der Regierung die Maßnahmen zuletzt schon verschärft. Véran betonte nun, dass es auf Guadeloupe und in Marseille durchaus noch schärfere Regeln geben könnte. Gerade in der südfranzösischen Hafenstadt hatten Krankenhäuser zuletzt beklagt, dass es an medizinischem Personal fehle und sie Situation sich zuspitze.

Véran machte aber auch noch einmal deutlich, dass sich die aktuelle Situation deutlich von der im Frühjahr unterscheide. „Wir kämpfen nicht mit den gleichen Waffen und kennen unseren Gegner besser“, sagte er. Das Virus verbreite sich außerdem langsamer. „In dieser Woche haben wir in einer einzigen Woche mehr als 1,2 Millionen Tests durchgeführt“, betonte er. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hatte in Frankreich zuletzt die 10.000er-Marke geknackt.

Sarah Cames