Am Mittwochmorgen äußerte sich Polizeiminister François Bausch im RTL-Interview zu den steigenden Infektionszahlen. Die meisten Neuinfektionen treten nach wie vor im privaten Bereich auf - eingreifen werde man dort allerdings nicht, so Bausch. Anstatt von repressiven Maßnahmen setze man auf Eigenverantwortung. Man wolle kienen Polizeistaat, erklärte der Minister.
Die neuerliche Eingrenzung der Besucherzahl im eigenen Haushalt auf zehn Personen setze ein wichtiges Zeichen, so der Minister der Partei déi Gréng. Bausch stellte klar, dass diese Regelung unabhängig von der Anzahl der im eigenen Haushalt lebenden Personen zehn Besucher zulässt. Auch wurden die Strafen bei der Missachtung von Quarantänemaßnahmen verschärft.
"Die Polizei kann beobachten und protokollieren. Wir wollen, dass sie so eingesetzt wird, dass eine weitere Ausbreitung möglichst effektiv eingedämmt wird", so Bausch. "Wir hoffen, dass das reicht und jeder den Erst der Lage einsieht. Nur wenn wir solidarisch handeln, können wir größere Kollateralschäden vermeiden".
Mit zunehmenden Infektionszahlen isoliere sich das Großherzogtum weiter von anderen Ländern und laufe Gefahr, auch Probleme mit den Nachbarländern zu bekommen. Auch der Wirtschaft würde eine zweite Welle schaden.