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100-jähriger Rekord-Spendsammler schreibt Autobiografie

17:24
17.09.2020
Der britische Weltkriegsveteran und Rekord-Spendensammler Tom Moore (100) hat eine Autobiografie geschrieben. Alle, die das Buch etwa schwierig finden, könnten es zu Weihnachten an Menschen weiter verschenken, die sie nicht mögen, scherzte der Senior am Donnerstag zur Veröffentlichung.

Das Buch mit dem Titel „Tomorrow Will Be A Good Day“ (etwa: Morgen wird ein guter Tag sein) enthalte so alte Erinnerungen, „dass die Leute wohl gar nicht wissen, worüber ich überhaupt rede“.

Moore hatte mit einem Spendenlauf am Rollator in der Corona-Krise knapp 33 Millionen Pfund (etwa 36 Millionen Euro) gesammelt und es damit ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Das Geld ging an den chronisch unterfinanzierten staatlichen Gesundheitsdienst NHS. Mit seiner Aktion animierte er auch andere Briten zu Spendenläufen.

Als stolzesten Moment seines Lebens bezeichnete Moore das Treffen mit Königin Elizabeth II. (94), die ihn zum Ritter schlug. „Das werde ich nie vergessen.“ Vor der Zeremonie hatte er noch gewitzelt, die Queen möge sich hoffentlich mit dem Schwert nicht ungeschickt anstellen.

Sarah Cames

Danny Lawson Sir Tom Moore besucht in der Rolle des Chefinspektionsoffiziers die Abschlussparade der Junior-Soldaten des Army Foundation College.

Mainz: Betrüger täuschen Corona-Infektion von Angehörigen vor

16:31
17.09.2020
Eine perfide Masche: Ein Angehöriger liege mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus und benötige ein teures Medikament - mit dieser Geschichte haben Betrüger am Telefon versucht, Geld von zwei Menschen in Mainz zu erbeuten. Wie die Polizei mitteilte, bemerkten beide am Donnerstag den Betrug. Die Gespräche wurden beendet, bevor Schaden entstand.

Demnach erhielt ein 81-Jähriger einen Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter des Uniklinikums Frankfurt. Der Anrufer behauptete, die Tochter des Mannes liege mit einer Corona-Infektion auf der Intensivstation und benötige ein noch nicht zugelassenes Medikament, das aus Berlin eingeflogen werden müsse. Dem 81-Jährigen wurde nach Polizeiangaben angeboten, mit seiner angeblichen Tochter zu sprechen. „Am Telefon hört er dann eine stöhnende, röchelnde Frau, die um Hilfe bittet“, hieß es in der Mitteilung. Der Angerufene habe die Frau geistesgegenwärtig nach dem Kosenamen gefragt, den sie immer für die Tochter verwende. Daraufhin legten die Betrüger auf.

Später riefen Unbekannte bei einer 80-jährigen Frau an. Hier wurde behauptet, der Sohn liege mit einer Coronavirus-Infektion im Universitätsklinikum und brauche ein noch nicht zugelassenes Medikament aus den USA. Zudem würde jemand zum Fiebermessen bei der 80-Jährigen vorbeikommen. Die 80-Jährige beendete laut Polizei das Gespräch, bevor die Täter Geld fordern konnten.

Sarah Cames