Die Corona-Pandemie sorgt für wirtschaftliche Verwerfungen in der ganzen Welt. In Luxemburg haben besonders der Gastronomie- und der Bausektor unter Einbußen gelitten, wie aus einer Statec-Broschüre hervorgeht. In dem jährlich veröffentlichten Dokument "Luxembourg en chiffres" findet sich erstmals auch ein Kapitel mit statistischen Angaben über die Covid-19-Krise.
Demnach brachen die Einnahmen im Horeca-Bereich sowie im Bausektor während des Confinement im März und April im Vergleich zur normalen Aktivität um 90 Prozent ein. In der Hotelbranche gab es im Zeitraum zwischen Januar und Mai um 60 Prozent weniger Übernachtungen als im Vorjahreszeitraum. Auch die Industrie (minus 47 Prozent), der Handel (minus 39) sowie die Transportbranche (minus 60) mussten Umsatzrückgänge verkraften. Im März und April ging auch der Verkauf von Treibstoff in Luxemburg drastisch zurück.
Vergleichsweise wenige wirtschaftliche Nachteile erlitten die Landwirtschaft (minus zehn Prozent), der Finanzplatz (minus 10) und der nicht-kommerzielle Sektor (minus fünf). Auch im Immobiliensektor gab es relativ wenige Einbußen (minus 17).
Die Krise hat aber auch Folgen auf die psychische Gesundheit der Einwohner. Besonders Personen zwischen 18 und 44 Jahren, darunter viele Frauen, beklagen eine Verschlechterung ihrer mentalen Verfassung.