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20201117163103

Ungarn verschärft Corona-Maßnahmen

18:27
16.09.2020
Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus verschärft Ungarn seine Schutzvorkehrungen. Gaststätten und Vergnügungslokale müssen künftig um 23 Uhr schließen, kündigte Ministerpräsident Viktor Orban am Mittwoch in einem Video auf seiner Facebook-Seite an. Die Maskenpflicht wird auf Ämter, Gesundheitseinrichtungen, Kinos und Theater ausgeweitet. Bisher galt sie schon für öffentliche Verkehrsmittel und in Geschäften.

Bereits am 1. September war eine Grenzsperre für Ausländer in Kraft getreten: Ausnahmen gelten für Diplomaten und Geschäftsreisende. Auch Durchreisen sind möglich. Ungarn und Ausländer mit Wohnsitz in Ungarn müssen sich nach Rückkehr aus dem Ausland in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Die Regelung war ursprünglich für die Dauer eines Monats geplant. Nun gilt sie über September hinaus.

In Ungarn ist die Zahl der Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, kräftig gestiegen. Am Mittwoch betrug die Zahl der Neuansteckungen der letzten sieben Tagen 42,6 pro 100.000 Einwohner. Binnen 24 Stunden starben acht Menschen an den Folgen einer Infektion.

Sarah Cames

New Yorks Bürgermeister nimmt eine Woche unbezahlten Corona-Urlaub

18:23
16.09.2020
Wegen der finanziellen Folgen der Corona-Pandemie hat sich New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio in einem symbolischen Akt eine Woche unbezahlten Urlaub verordnet. „Vom 1. Oktober an wird jeder Rathausangestellte unbezahlten Urlaub nehmen - und das gilt offensichtlich auch für mich“, sagte de Blasio am Mittwoch. Dies sei „ein Schritt, den man niemals sehen wolle“. New Yorks Budget-Krise lasse ihm aber keine andere Wahl.

Betroffen sind neben de Blasio etwa 500 Beschäftigte der Stadtverwaltung. Der Sonderurlaub soll Einsparungen von rund 860.000 Dollar (etwa 730.000 Euro) mit sich bringen. Der Bürgermeister selbst wolle - obwohl offiziell in unbezahltem Urlaub - weiterarbeiten, hieß es.

Aufgrund der Corona-Pandemie entgehen New York Einnahmen von umgerechnet etwa 7,6 Milliarden Euro. Im Budget der Millionenmetropole für dieses Jahr klafft nach Angaben de Blasios deswegen eine Lücke von rund sieben Milliarden Dollar. Hilfegesuche beim Bundesstaat New York und der Regierung in Washington blieben bislang erfolglos.

Sarah Cames