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20201117163103

Masken-Fiasko in Griechenland

10:25
16.09.2020
Die griechischen Behörden haben anlässlich des Schulbeginns hunderttausende Masken unter Schülern und Lehrern verteilt. Allerdings gab es offenbar ein Missverständnis zwischen Auftraggeber und Hersteller: Die Masken wurden viel zu groß bestellt und bedeckten bei einigen Schülern das gesamte Gesicht. Auf den sozialen Netzwerken ist nun der Spott groß. 

"Es war ein Missverständnis", sagte der stellvertretende Gesundheitsminister Vassilis Kontozamanis am Dienstag gegenüber Reportern und erklärte, dass die dem Hersteller gegebenen Maße die Teile betrafen, die zum Nähen zusammengesetzt werden mussten. 

Jörg Tschürtz

Madrid kündigt Absperrungen von Vierteln an

09:26
16.09.2020
Wegen sprunghaft steigender Corona-Fälle in der spanischen Hauptstadt Madrid hat die Regionalregierung die Absperrung besonders betroffener Wohnviertel angekündigt. „Wir müssen so schnell wie möglich handeln“, sagte der stellvertretende Regionalminister für Gesundheit, Antonio Zapatero, am Mittwoch. Ab dem Wochenende würden neue Maßnahmen für „Beschränkungen der Bewegungsfreiheit und für Versammlungen“ ergriffen, sagte er bei einer Pressekonferenz. Zapatero ließ offen, welche Stadtteile in Madrid und umliegenden Gemeinden betroffen sein werden. Im Großraum Madrid leben etwa 6,4 Millionen Menschen.

Spanien ist das in Westeuropa am härtesten von der Pandemie getroffene Land. Erst am Vortag waren die Marken von 600.000 Infektionen und 30.000 Todesopfern überschritten worden. Die größten Sorgen bereitet die Lage in Madrid. Auf die Region um die Hauptstadt entfielen am Dienstag mit 1.207 positiven Testergebnissen binnen 24 Stunden knapp 40 Prozent aller neuen Fälle. Die Zahl der Neuinfektionen während sieben Tagen pro 100.000 Einwohner lag in der Hauptstadt nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums vom Dienstag bei knapp 339.  

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach diesen Angaben bei etwa 1,2. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Bereits ein Fünftel der Krankenhausbetten in der Region ist mit Corona-Patienten belegt.

Jörg Tschürtz

OECD: Wirtschaftseinbruch weniger dramatisch als befürchtet

09:22
16.09.2020
Der coronabedingte Wirtschaftseinbruch fällt nach Einschätzung der Industriestaatenorganisation OECD in Europa und in den USA weniger dramatisch aus als zunächst erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Chinas dürfte sogar um 1,8 Prozent wachsen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch in Paris in einem Konjunkturbericht mit.

Wegen der Covid-19-Pandemie hatte die OECD erst vor rund drei Monaten vor äußerst schweren und lang anhaltenden Folgen gewarnt. Es sei die schlimmste Rezession zu Friedenszeiten seit 100 Jahren zu erwarten.

Die Pariser Organisation teilte nun mit, der Einbruch sei immer noch beispiellos in der jüngsten Geschichte. Weltweit werde die Wirtschaft 2020 um etwa 4,5 Prozent schrumpfen, nächstes Jahr werde dann ein Aufschwung mit einem Plus von 5 Prozent erwartet.

China, Europa und die USA schneiden demnach besser ab als erwartet. Dagegen liegen Indien, Mexiko oder Südafrika unter den bisherigen Erwartungen. Für die Eurozone wird am laufenden Jahr ein Minus beim BIP von 7,9 Prozent angenommen. In Frankreich wird die Rezession (9,5 Prozent) laut OECD-Prognose stärker ausfallen als in Deutschland (5,4).

Die OECD hob die Bedeutung staatlicher Unterstützungsmaßnahmen in der Krise hervor - diese hätten die Haushaltseinkommen bisher stabil gehalten.

Jörg Tschürtz