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Luxemburg skeptisch bei Corona-Schnelltests

07:28
11.09.2020
Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) hat einem breitflächigen Einsatz von Corona-Schnelltests in Luxemburg vorerst eine Absage erteilt. Die Zuverlässigkeit solcher Testverfahren sei noch unklar und müsse erst im Rahmen von klinischen Auswertungen überprüft werden, so die Ministerin in einer parlamentarischen Antwort an den CSV-Abgeordneten Marc Spautz. "Für Schnelltests liegt diese klinische Auswertung (...) noch nicht in aller Vollständigkeit  vor, so dass sich ein genereller Einsatz dieser Tests derzeit nicht rechtfertigen lassen würde."

Ein weiteres Problem besteht laut Lenert darin, dass sich aus dem Vorkommen von Antikörpern nicht allgemein auf eine bestehende Immunität schließen lasse. 

Im Handel sind mittlerweile mehrere Corona-Schnelltests verfügbar, die laut Herstellerangaben in der Lage sind, Sars-CoV-2-spezifische Antikörper nachzuweisen. Dazu zählen ein Test, an dessen Entwicklung das Leibniz-Institut in Jena beteiligt war. Er zeigt anhand einer Blutprobe innerhalb von zehn Minuten an, ob eine Person akut mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert (IgM-Antikörper) oder bereits immun dagegen ist (IgG-Antikörper).

Die Ministerin kündigte an, dass ab September erneut stichprobenartig untersucht werde, wie viel Prozent der Bevölkerung eine Corona-Infektion durchgemacht haben. Bei einer früheren Erhebung im Rahmen der Con-Vince-Studie kam heraus, dass nur drei Prozent der Einwohner Antikörper gegen Covid-19 entwickelt hatten. 

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Jörg Tschürtz