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20201117163103

Antisemitische Vorfälle bei 123 Corona-Demonstrationen gezählt

17:12
08.09.2020
Bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen ist es nach Angaben der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) zu etlichen antisemitischen Vorfällen gekommen. Allein im Zeitraum von Mitte März bis Mitte Juni hat es bei 123 solcher Kundgebungen und Demonstrationen antisemitische Äußerungen gegeben, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des RIAS-Bundesverbands hervorgeht. Dazu gehören etwa die antisemitische Bezugnahme auf den Nationalsozialismus oder die Verwendung von antisemitischen Verschwörungsmythen.

Von 431 antisemitischen Vorfällen im gleichen Zeitraum hatte fast die Hälfte (191) einen Bezug zur Corona-Pandemie, wie in dem Bericht weiter ausgeführt wird. So habe beispielsweise ein Mann, der mit einem Beutel mit einem abgedruckten Davidsstern einkaufen ging, gehört, wie ein anderer Kunde sagte: „Die waren das mit dem Virus.“

Im Zuge der Pandemie habe sich Antisemitismus auch in den digitalen Raum verschoben, heißt es weiter. So sei auch das Phänomen des „Zoombombings“ aufgekommen, bei dem etwa Videokonferenzen jüdischer Gemeinden gestört wurden. In den ersten vier Wochen der Kontaktbeschränkungen seien mindestens sieben solcher Fälle registriert worden.

Der RIAS-Bundesverband erfasst antisemitische Vorfälle mittels eines Online-Melderegisters. Er wurde 2018 in Berlin gegründet. Die Meldestelle geht davon aus, dass es gerade im Bezug auf Antisemitismus bei Protesten eine hohe Dunkelziffer geben dürfte.

dpa

Flugzeugträger HMS Queen Elizabeth bleibt wegen Corona-Fällen im Hafen

17:11
08.09.2020
Wegen mehrerer Corona-Fälle in der Besatzung hat sich ein Übungsmanöver des Militärschiffes HMS Queen Elizabeth bereits um zwei Tage verzögert. „Weniger als zehn Mitglieder“ der rund 1000 Menschen umfassenden Crew seien positiv getestet worden und hielten sich nun in nahe gelegenen Kasernen auf, teilte die Royal Navy am Dienstag mit. Weitere Mitglieder, die Kontakt mit den Infizierten hatten, seien an Bord des Schiffes in Quarantäne. Die HMS Queen Elizabeth blieb im Hafen der britischen Küstenstadt Portsmouth.

Eigentlich hätte der Flugzeugträger am Montagnachmittag für Übungen den Hafen verlassen sollen. Nach der mehrfachen Verschiebung sollten die Übungen den Angaben nach stattdessen am Mittwoch beginnen. Die HMS Queen Elizabeth soll damit auf ihre ersten Einsätze im kommenden Jahr vorbereitet werden.

dpa

14 Corona-Neuinfektionen in Luxemburg

15:41
08.09.2020
Bis Dienstagabend wurden laut Gesundheitsministerium in Luxemburg 14 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus festgestellt. Es gab keinen weiteren Todesfall.

20 Personen bleiben mit Covid-19 hospitalisiert, keine davon in Intensivpflege.