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Saarland will keine Grenzschließungen mehr

09:15
08.09.2020
Der saarländische Europaminister Peter Strobel (CDU) ist zuversichtlich, dass auch bei möglicherweise ansteigenden Corona-Infektionszahlen keine Grenzen mehr geschlossen werden müssen. „Ich glaube, es ist ganz klar geworden, dass wir andere Lösungen brauchen“, sagte Strobel vor einem Treffen der Länder-Europaminister an diesem Mittwoch und Donnerstag im saarländischen Perl-Nennig.

Dabei sollen unter dem turnusmäßigen Vorsitz des Saarlandes die besonderen Belange der Grenzregionen im Mittelpunkt stehen. An dem Treffen der Europaminister der Bundesländer nehmen auch sechs Präsidenten französischer Regionen vor Ort sowie der Direktor des europäischen Stabilitätsmechanismus ESM, Klaus Regling, und der Präsident des Europäischen Gerichtshofes EuGH, Koen Lenaerts, teil.

Strobel sagte, das Saarland arbeite gemeinsam mit Frankreich und Luxemburg an grenzüberschreitenden Pandemie-Plänen: „Ich glaube, das ist die Antwort, die man in Zukunft geben muss, und nicht mehr eine Grenzschließung.“ Dazu gehörten etwa das grenzüberschreitende Nachvollziehen von Infektionsketten und gemeinsame Regelungen für die rund 200.000 täglichen Pendler in der Region. Es sei „wichtig, dass wir grenzüberschreitende Pläne haben für solche Fälle“.

Er teile die von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Juni vor dem Bundestag geäußerte Meinung, die nationalen Entscheidungen nach dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie seien zwar verständlich, aber doch unvernünftig gewesen.

Jörg Tschürtz

Easyjet fährt Flugprogramm herunter

07:57
08.09.2020
Der britische Billigflieger Easyjet fährt wegen der neuen Reisewarnungen und Quarantäneregeln für wichtige Urlaubsländer sein Flugangebot zurück. Im laufenden Quartal bis Ende September werde das Unternehmen etwas weniger als die angekündigten 40 Prozent seiner Kapazität anbieten, teilte Easyjet am Dienstag in Luton bei London mit.

Die neuen Beschränkungen verunsicherten die Verbraucher weiter, sagte Easyjet-Chef Johan Lundgren. Die Nachfrage nach Flugtickets dürfte daher noch schwächer ausfallen als bisher angenommen.

So warnen die britischen und deutschen Behörden wegen gestiegener Infektionszahlen vor Reisen nach Spanien einschließlich der Balearen und der Kanarischen Inseln. Am Montag entschied die Regierung in London zudem, dass Rückkehrer von sieben griechischen Inseln nach ihrer Ankunft 14 Tage in Quarantäne gehen müssen.

Jörg Tschürtz

1.499 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

07:05
08.09.2020
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1.499 neue Corona-Infektionen gemeldet.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mindestens 252.298 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 8.9., 0.00 Uhr). Bis Dienstagmorgen hatten etwa 226.500 Menschen die Infektion überstanden.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9.329. Seit dem Vortag wurden vier weitere Todesfälle gemeldet.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Montag bei 1,12 (Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,95 (Vortag: 0,97). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Die R-Werte lagen seit Mitte Juli 2020 über 1, seit Mitte August um beziehungsweise unter 1. Das bedeutet, dass im Schnitt etwa ein Infizierter das Virus auf einen weiteren Menschen überträgt.

Jörg Tschürtz