Letztes Update:
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Libyen: Erstmals mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag

17:24
07.09.2020
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Libyen auf ein Rekordhoch gestiegen. Erstmals meldete das Nationale Kontrollzentrum für Krankheiten (NCDC) in Tripolis am Montag mehr als 1000 neue Fälle an einem Tag. Elf weitere Menschen seien in dem Bürgerkriegsland in Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

Das Zentrum forderte alle Bürger auf, die Vorsorgemaßnahmen einzuhalten. Menschen aus besonders betroffenen Gebieten sollten ihre Region nur in absolut notwendigen Fällen verlassen.

Insgesamt registrierte das NCDC in dem nordafrikanischen Land bislang mehr als 18.800 Corona-Fälle und fast 300 Todesfälle in Verbindung mit Covid-19. In Libyen herrscht seit dem Sturz des Langzeitmachthabers Muammar al-Gaddafi 2011 Bürgerkrieg. Das Gesundheitssystem ist stark angegriffen. Internationale Organisationen vermuten, dass die tatsächlichen Corona-Zahlen noch viel höher sind.

dpa

Eine neue Corona-Infektion im Saarland

17:23
07.09.2020
Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Saarland ist innerhalb eines Tages um einen Fall gestiegen. Landesweit lag die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle damit am Montag (17.30 Uhr) bei 3166, wie das Gesundheitsministerium in Saarbrücken mitteilte. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit der Erkrankung Covid-19 blieb unverändert bei 175. Als geheilt gelten inzwischen 2915 Menschen. Aktuell werden sechs Infizierte stationär behandelt, zwei davon intensivmedizinisch.

dpa/lrs

Interpol: Kindesmissbrauch während Corona-Pandemie seltener gemeldet

17:22
07.09.2020
Im Zuge der Coronavirus-Pandemie wurden nach Angaben der internationalen Polizeiorganisation Interpol Fälle des Kindesmissbrauchs weniger häufig gemeldet. Die Mitgliedsstaaten hätten angegeben, dass für Opfer von Missbrauch infolge der Pandemie der Zugang zu medizinischer und anderer Unterstützung sowie zur Meldung von Straftaten schwerer wurde, wie Interpol am Montag berichtete. Es gebe zudem Bedenken, dass einige Verstöße nach einer erheblichen Verzögerung möglicherweise nie gemeldet würden, so die Organisation.

Unter anderem die Schließung von Schulen und Corona-Kontaktbeschränkungen trugen laut Interpol dazu bei, dass Missbrauchsfälle nur erschwert gemeldet werden könnten.

Die Polizeiorganisation erklärte zudem, dass der Austausch von kinderpornografischem Material in bestimmten Online-Netzwerken zugenommen habe. Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock erklärte, im Internet sei aber nur „die Spitze eines wachsenden Eisbergs“ zu sehen. Jedes Foto und Video eines sexuellen Missbrauchs von Kindern sei ein Beweis für ein Verbrechen, so Stock.

Während der Ausgangsbeschränkungen hätten Täter zudem Zeit gehabt, neue Foren zum Austausch zu erstellen. Auch habe das Live-Streaming des sexuellen Missbrauchs von Kindern gegen Bezahlung in den vergangenen Jahren zugenommen, schrieb Interpol. Es sei wahrscheinlich, dass die Nachfrage aufgrund von Reisebeschränkungen weiter zunehmen werde.

dpa