Letztes Update:
20201117163103

Tschechien: Protest gegen Corona-Politik

18:08
20.07.2020
Rund 2000 Menschen haben in der tschechischen Industriestadt Ostrava  gegen die Corona-Politik der Regierung demonstriert. Sie forderten den Rücktritt von Gesundheitsminister Adam Vojtech und warfen dem 33-Jährigen mangelnde Kommunikation vor.

Die Behörden hatten die Maskenpflicht zum 1. Juli landesweit abgeschafft, aber am vorigen Freitag in der östlichen Verwaltungsregion Mährisch-Schlesien wiedereingeführt. Zudem wurden dort Veranstaltungen ab 100 Teilnehmern untersagt. Begründet wurden die Maßnahmen mit steigenden Infektionszahlen in dem Gebiet.

Damit würden die Bedingungen für Unternehmer auf unvorhersehbare Weise geändert, kritisierten die Veranstalter der Demonstration. Das Krisenmanagement der Regierung sei wirr und chaotisch. Die ohnehin strukturschwache Region fühle sich vergessen. Ostrava liegt knapp 300 Kilometer östlich von Prag. Landesweit gab es in Tschechien bis Montagabend 13975 bestätigte Coronavirus-Infektionen, darunter 4803 aktive Fälle. 359 Menschen starben. 

dpa

WHO besorgt über rasanten Anstieg der Corona-Infektionen in Afrika

18:06
20.07.2020
Der rapide Anstieg der Corona-Infektionen in Afrika besorgt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Zahlen seien zwar in den meisten Ländern noch niedrig, der Anstieg aber stark, innerhalb einer Woche in Namibia etwa um 69 Prozent, in Botsuana um 66 Prozent und in Sambia um 57 Prozent, sagte der WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan am Montag in Genf. „Ich bin sehr besorgt, dass wir eine Beschleunigung der Krankheit in Afrika sehen. Wir müssen das sehr ernst nehmen“, sagte Ryan.

In Südafrika lag der Anstieg innerhalb einer Woche bei 30 Prozent. Dort waren die Fallzahlen deutlich höher als in anderen afrikanischen Ländern. Dort gab es nach WHO-Angaben mehr als 360 000 nachgewiesene Infektionen und 5000 Todesfälle. „Südafrika könnte leider ein Vorbote sein“, sagte Ryan. „Es könnte eine Vorwarnung sein, was im Rest von Afrika passieren könnte.“

dpa

„Es ist dumm!“ - New Yorks Gouverneur droht wegen illegaler Partys

18:05
20.07.2020
Angesichts der Nachlässigkeit einiger New Yorker in der Corona-Krise und illegaler Partys hat der Gouverneur des Bundesstaates mit harschen Konsequenzen gedroht. Falls diese Tendenzen anhielten, „dann müssen wir unseren Öffnungsplan rückgängig machen und die Bars und Restaurants schließen“, sagte Andrew Cuomo am Montag. Überall in der Millionenmetropole würden Menschen gegen die Abstandsmaßnahmen und das Maskengebot verstoßen, teilweise würden Hunderte an einem Ort feiern.

„Es ist dumm, was ihr tut!“, sagte Cuomo weiter. Er forderte die Polizei und lokalen Behörden auf, die Gesetze durchzusetzen. Am Wochenenden hatten Videos von größeren Menschenmengen die Runde gemacht. Dort hatten Personen zum Beispiel im Stadtteil Queens dicht gedrängt zusammen auf der Straße gefeiert. „Diese Mengen müssen auseinandergetrieben werden“, verlangte Cuomo von den Einsatzkräften.

New York, noch im April ein weltweites Epizentrum der Pandemie, hat die Zahl der Corona-Fälle drastisch gesenkt und gilt in den USA als beispielhaft im Kampf gegen Covid-19. Da aber 40 der insgesamt 50 Bundesstaaten einen teilweise starken Anstieg der Infektionszahlen sehen, fürchtet die Ostküsten-Großstadt eine zweite Welle. Deshalb hat der Bundesstaat bereits eine Quarantäne für Einreisende aus einer Reihe von anderen Regionen angeordnet. Auch die Öffnung von Museen und den Schankräumen von Restaurants und Bars wurde vorsichtshalber verschoben.

dpa