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Türkei verschärft Corona-Regeln für Hochzeiten und Feste

11:31
03.09.2020
Die Türkei hat wegen steigender Coronafälle die Regeln für Hochzeiten und Feste verschärft. Straßen- und Dorfhochzeiten, Verlobungs- oder etwa auch Beschneidungsfeiern im Freien seien ab Freitag nicht mehr erlaubt, teilte das türkische Innenministerium mit.

Demnach sind standesamtliche Trauungen in Veranstaltungsräumen gestattet, sie dürfen aber maximal eine Stunde dauern. Tanz, Speisen und alle Getränke bis auf abgepacktes Wasser seien nicht erlaubt, hieß es. Zudem gelten die üblichen Hygiene- und Abstandsregeln sowie eine Maskenpflicht.

Die Türkei hatte Hochzeitssäle bereits am 1. Juli wiedereröffnet, ebenfalls unter Auflagen. So durften etwa nur noch Braut und Bräutigam tanzen, Umarmungen und Händeschütteln wurden verboten, ebenso der traditionellen Gruppentanz Halay. Dabei halten sich die Tanzenden an Hand oder Schulter und tanzen im Halbkreis. Auch Gruppenfotos wurden verboten. Erinnerungsfotos mit dem Hochzeitspaar durften nur mit Sicherheitsabstand geschossen werden.

In der Türkei sind die Fallzahlen in den vergangenen Wochen wieder gestiegen, derzeit gibt es nach offiziellen Zahlen täglich etwa 1500 neue Fälle. Die türkische Ärztekammer schätzt die tatsächliche Zahl jedoch deutlich höher ein. Gesundheitsminister Fahrettin Koca sagte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwochabend, die Türkei sei auf dem zweiten Höhepunkt der ersten Welle angelangt.

dpa

Europas größtes Bordell „Pascha“ ist insolvent

10:23
03.09.2020
Das „Pascha“ in Köln, Europas größtes Bordell, hat Insolvenz angemeldet. Ein Sprecher des Amtsgerichts Köln bestätigte am Donnerstag, dass der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens dort eingegangen sei. „Wir sind am Ende“, sagte Geschäftsführer Armin Lobscheid dem Kölner „Express“. Wegen des andauernden Prostitutionsverbots während der Corona-Krise seien die Rücklagen aufgebraucht. Die laufenden Kosten für das zehnstöckige Gebäude, in dem rund 60 Angestellte wie Masseure, Handwerker und Köche arbeiteten, seien zu hoch. Normalerweise arbeiten dort auch rund 120 Prostituierte, allerdings als Selbstständige.

Lobscheid kritisierte im „Express“, die Branche werde von der Politik hingehalten. „So können wir nicht planen. Wir hätten die Insolvenz mithilfe der Banken vielleicht abwenden können, wenn man uns zugesagt hätte, dass es Anfang nächsten Jahres wieder losgehen kann.“ Jeder in der Branche wisse, dass das Geschäft mit dem käuflichen Sex munter weitergehe - allerdings „in der Anonymität und vorbei am Finanzamt“.

dpa