Die Türkei hat wegen steigender Coronafälle die Regeln für Hochzeiten und Feste verschärft. Straßen- und Dorfhochzeiten, Verlobungs- oder etwa auch Beschneidungsfeiern im Freien seien ab Freitag nicht mehr erlaubt, teilte das türkische Innenministerium mit.
Demnach sind standesamtliche Trauungen in Veranstaltungsräumen gestattet, sie dürfen aber maximal eine Stunde dauern. Tanz, Speisen und alle Getränke bis auf abgepacktes Wasser seien nicht erlaubt, hieß es. Zudem gelten die üblichen Hygiene- und Abstandsregeln sowie eine Maskenpflicht.
Die Türkei hatte Hochzeitssäle bereits am 1. Juli wiedereröffnet, ebenfalls unter Auflagen. So durften etwa nur noch Braut und Bräutigam tanzen, Umarmungen und Händeschütteln wurden verboten, ebenso der traditionellen Gruppentanz Halay. Dabei halten sich die Tanzenden an Hand oder Schulter und tanzen im Halbkreis. Auch Gruppenfotos wurden verboten. Erinnerungsfotos mit dem Hochzeitspaar durften nur mit Sicherheitsabstand geschossen werden.
In der Türkei sind die Fallzahlen in den vergangenen Wochen wieder gestiegen, derzeit gibt es nach offiziellen Zahlen täglich etwa 1500 neue Fälle. Die türkische Ärztekammer schätzt die tatsächliche Zahl jedoch deutlich höher ein. Gesundheitsminister Fahrettin Koca sagte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwochabend, die Türkei sei auf dem zweiten Höhepunkt der ersten Welle angelangt.