Letztes Update:
20201117163103

Blutverdünner erhöhen Überlebenschancen bei Covid-19 deutlich

04:46
28.08.2020
Blutverdünner können bei Covid-19-Patienten das Sterberisiko deutlich senken. Das berichten US-Mediziner nach einer Studie mit knapp 4400 Teilnehmern im „Journal of the American College of Cardiology“. Demnach ging die Behandlung mit Blutverdünnern - unter Berücksichtigung des Zustands der Patienten - mit einer etwa halbierten Todesrate einher. Zudem war das Risiko für eine künstliche Beatmung um etwa 30 Prozent reduziert, wie die Gruppe um Valentin Fuster vom Mount Sinai Hospital in New York schreibt.

„Als Ärztin, die Covid-19-Patienten an vorderster Front behandelt hat, weiß ich, wie wichtig es ist, Antworten darauf zu haben, was die beste Behandlung für diese Patienten bedeutet“, wird Ko-Autorin Anuradha Lala in einer Mitteilung der Klinik zitiert. Sie und ihre Kollegen hatten Patientendaten aus fünf Krankenhäusern der Mount-Sinai-Gruppe in New York von März und April analysiert.

dpa

Ohne Begleitung zum Krankenhaus-Termin

04:44
28.08.2020
Eingeschränkte Besuche und Untersuchungen ohne Begleitpersonen. Um zu vermeiden, dass das Corona-Virus Einzug in Krankenhäuser erhält, gelten hier nach wie vor strikte Regeln.

Sarah Cames

Spaniens Regierung warnt Eltern vor Schulboykott: „Präsenzpflicht“

19:42
27.08.2020
Vor dem Hintergrund steigender Corona-Neuinfektionen in Spanien hat die Zentralregierung die Eltern vor einem Schulboykott aus Angst vor dem Virus gewarnt. „Die Präsenz in den Klassenräumen ist Pflicht“, sagte Bildungsministerin Isabel Celaá nach einem Treffen mit Vertretern der verschiedenen Regionen des Landes zur Vorbereitung des je nach Schultyp und Region für Anfang bis Mitte September angesetzten Neustarts des Unterrichts.

Bei dem Treffen wurden neben dem von vielen Elternverbänden abgelehnten Präsenzunterricht weitere Vorsichtsmaßnahmen und Regeln beschlossen. So wird für Kinder ab sechs Jahren auf dem Schulgelände fast immer und überall Maskenpflicht gelten - auch dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt werden kann. Lehrer und Schüler werden sich täglichen Temperaturmessungen unterziehen müssen.

Die Schulen sind in Spanien seit Mitte März geschlossen. Der unmittelbar bevorstehende Neustart des Unterrichts hatte zuletzt für viele Diskussionen gesorgt. In Madrid und anderen Regionen kündigten Lehrer Streiks an, Elternverbände drohten mit einem Unterrichtsboykott.

Die Neuausbrüche bereiten in Spanien immer mehr Sorgen. Am Donnerstag meldete das Gesundheitsministerium in Madrid 3781 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ist die höchste Zahl seit Ende des Corona-Notstandes im Juni.

dpa