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Mallorca: Strände werden nachts geschlossen

13:47
27.08.2020
Zur Eindämmung der steigenden Corona-Infektionszahlen werden auf Mallorca neue Einschränkungen eingeführt: Unter anderem sollen nächtliche Strand- und Parkbesuche untersagt werden. Über die am Mittwochabend in Palma angekündigten Restriktionen wollte die Regionalregierung der Balearen allerdings am Donnerstag weiter beraten. Sie sollen den Aussagen zufolge nach Möglichkeit schon am Freitag nach der Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft treten.

Auf den Balearen waren am Mittwoch 336 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden. Die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie kletterte damit auf knapp 7000 Fälle - mehr als ein Drittel davon im August. Der Anstieg der Neuinfektionen sei „besorgniserregend“, räumte Regionalpräsidentin Francina Armengol ein. Sie sprach von einer „zweiten Welle“ der Corona-Pandemie. Hinsichtlich der Einlieferungen von an Covid-19 erkrankten Patienten sei die Lage auf Mallorca und den anderen Inseln aber „deutlich besser“, betonte Armengol.

Der Besuch von städtischen Stränden und Parks während der Nächte soll deshalb verboten werden, weil sich dort immer vor allem junge Leute - auch Touristen - in großer Zahl und sehr oft ohne die vorgeschriebene Schutzmaske treffen, um zu feiern und Alkohol zu konsumieren. Die Treffen junger Leute und auch Partys im privaten Raum gelten als zwei der Hauptgründe für die vielen Neuausbrüche nicht nur auf Mallorca, sondern auch in anderen Regionen Spaniens.

Rauchen im öffentlichen Raum soll ganz untersagt werden. Bei privaten Treffen werden wieder maximal zehn Personen erlaubt sein, soweit diese nicht demselben Haushalt angehören. Und in Kneipen, Restaurants und Cafés soll die Zahl der erlaubten Gäste wieder reduziert werden - die Details waren noch nicht geklärt.

dpa

WHO-Kommission soll Strategien für künftige Pandemien entwickeln

11:13
27.08.2020
Eine neue Kommission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll auswerten, welche Lehren für die Zukunft aus der Covid-19-Pandemie gezogen werden können. Nach der konstituierenden Sitzung der Paneuropäischen Kommission für Gesundheit und nachhaltige Entwicklung sagte ihr Vorsitzender, der frühere italienische Ministerpräsident und Ex-EU-Kommissar Mario Monti, am Donnerstag, die Kommission solle die aktuelle Sozial- und Wirtschaftspolitik im Licht der Pandemie untersuchen.

Ziel sei es, am Ende Empfehlungen geben zu können, wie diese Politik auf nationaler und internationaler Ebene verbessert werden könne, um künftige Krisen besser vorherzusehen und darauf reagieren zu können. „Dies ist nicht die erste Pandemie und es wird nicht die letzte sein“, sagte der britische Mediziner Martin McKee, der Mitglied der Kommission ist. „Es ist eine Warnung, eine Art Generalprobe für die Zukunft.“

Die Kommission besteht aus Vertretern von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Mitglieder seien vom europäischen Regionalbüro der WHO mit Sitz in Kopenhagen ausgewählt worden, um sicherzustellen, dass das Gremium unabhängig arbeitet, sagte Monti. Aus Deutschland ist die Ökonomin Luise Hölscher dabei. Der Report der Kommission soll im September nächsten Jahres präsentiert werden.

dpa