Deutschland hat Luxemburg von seiner Liste der Risikogebiete gestrichen. Das bestätigte am Mittwochnachmittag Außenminister Jean Asselborn in einer Mittelung. In einer ersten Reaktion zeigte sich Asselborn erleichtert.
Die Einstufung habe zu "massiven Auswirkungen in der Grenzregion geführt", so der Außenminister. Zum zweiten Mal innerhalb von nur wenigen Monaten habe die Maßnahme die Menschen in der Grenzregion mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert. Studenten sei der Zugang zu ihren Universitäten verweigert worden, Patienten aus Luxemburg seien im Nachbarland in einigen Fällen nicht behandelt worden.
Bewohner des Großherzogtums mussten bei der Einreise nach Deutschland entweder einen rezenten negativen Test vorlegen können, oder sich in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Ausnahmen galten für Pendler, die sich weniger als 72 Stunden im Großherzogtum aufgehalten hatten. Mit der Aufhebung des Staus als Risikogebiet entfallen diese Zusatzmaßnahmen nun für Einreisende aus Luxemburg.
„In einer so vernetzten Region wie der Großregion um Luxemburg stellen solche Maßnahmen einen tiefen Einschnitt in das Zusammenleben der Menschen dar. Wir sollten in Zukunft eine engere bilaterale Abstimmung sicherstellen damit sich dies nicht wiederholt “, so der Minister