Letztes Update:
20201117163103

Status aufgehoben: Luxemburg nicht mehr Risikogebiet

15:10
19.08.2020
Deutschland hat Luxemburg von seiner Liste der Risikogebiete gestrichen. Das bestätigte am Mittwochnachmittag Außenminister Jean Asselborn in einer Mittelung. In einer ersten Reaktion zeigte sich Asselborn erleichtert.

Die Einstufung habe zu "massiven Auswirkungen in der Grenzregion geführt", so der Außenminister. Zum zweiten Mal innerhalb von nur wenigen Monaten habe die Maßnahme die Menschen in der Grenzregion mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert. Studenten sei der Zugang zu ihren Universitäten verweigert worden, Patienten aus Luxemburg seien im Nachbarland in einigen Fällen nicht behandelt worden.

Bewohner des Großherzogtums mussten bei der Einreise nach Deutschland entweder einen rezenten negativen Test vorlegen können, oder sich in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Ausnahmen galten für Pendler, die sich weniger als 72 Stunden im Großherzogtum aufgehalten hatten. Mit der Aufhebung des Staus als Risikogebiet entfallen diese Zusatzmaßnahmen nun für Einreisende aus Luxemburg.

 „In einer so vernetzten Region wie der Großregion um Luxemburg stellen solche Maßnahmen einen tiefen Einschnitt in das Zusammenleben der Menschen dar. Wir sollten in Zukunft eine engere bilaterale Abstimmung sicherstellen damit sich dies nicht wiederholt “, so der Minister

Sarah Cames

Luxemburg als Risikogebiet: Saar-Ministerpräsident Hans zurückhaltend

14:22
19.08.2020
Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat sich zurückhaltender zur Einschätzung der Corona-Lage in Luxemburg geäußert als seine rheinland-pfälzische Amtskollegin Malu Dreyer (SPD). Dreyer hatte die Bundesregierung aufgefordert, die Einstufung Luxemburgs als Risikogebiet „schnellstmöglich aufzuheben“. Hans sagte nun am Mittwoch in Saarbrücken: „Ich unterstütze das natürlich, aber dafür müssen eben die Kriterien gegeben sein.“

Es sei „keine politische Entscheidung“, was ein Risikogebiet sei. Und solange die Infektionszahlen in Luxemburg hoch seien, habe der Bürger auch das Recht darauf, das zu wissen. Ebenso, wie er erfahren müsse, wenn diese Zahlen wieder runtergingen. „Dann erwarte ich, dass das Robert Koch-Institut dann auch schnell die richtige Entscheidung trifft.“

Die saarländische Landesregierung stehe in engem Kontakt mit der Regierungsspitze in Luxemburg. „Wir sind da wirklich super gut abgestimmt und kommen auch mit dieser Lage klar“, betonte Hans.

dpa