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20201117163103

Südkorea verschärft wegen Corona-Neuinfektionen Maßnahmen

11:49
15.08.2020
Wegen des höchsten Tagesanstiegs von Corona-Neuinfektionen seit fünf Monaten hat Südkorea die Regeln zur Vermeidung sozialer Kontakte für die Hauptstadtregion wieder verschärft. Wie die Gesundheitsbehörden am Samstag mitteilten, wurden am Freitag 166 neue Fälle verzeichnet. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen stieg demnach auf mehr als 15.000. Es gab bisher 305 Todesopfer in Verbindung mit Sars-Cov-2.

In den nächsten zwei Wochen bleiben in Seoul und der angrenzenden Provinz Gyeonggi öffentliche Einrichtungen einschließlich Wohlfahrtszentren, Büchereien und Museen geschlossen. Clubs, Karaokebars, Fitnessstudios und Konzerthallen können wieder geschlossen werden, wenn Schutzmaßnahmen wie die Erstellung von Besucherlisten nicht eingehalten werden. Zudem werden erneut keine Fans zu Spielen der Fußball- und Baseball-Ligen zugelassen.

Die Behörden sind seit Tagen wegen täglich steigender Fallzahlen in Sorge, dass die Lage außer Kontrolle geraten könnte. Betroffen ist besonders die dicht besiedelte Hauptstadtregion Seoul. Dort kam es unter anderem zu neuen Häufungen von Infektionsfällen in Kirchengemeinden. „Die Situation ist ernst“, sagte der Vizedirektor der Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention, Kwon Jun Wook.

dpa

Gesundheitsamt Trier: Testzentrum überlastet

10:42
15.08.2020
Am vergangenen Samstag wurden Corona-Tests für Einreisende aus Risikogebieten in Deutschland verpflichtend - seitdem berichten einige Testzentren von Pannen und Überlastung. In Bayern wurden 44.000 Tests von Reiserückkehrern nicht zugeordnet, rund 900 Infizierte konnten noch nicht benachrichtigt werden.

Auch das Gesundheitsamt des Landkreises Trier-Saarburg spricht von Pannen. Harald Michels, Leiter des Gesundheitsamts, erklärte ZDFheute: "Wir haben erst ganz kurz, bevor das Testzentrum eingerichtet wurde, erfahren, dass wir als Gesundheitsamt da mitwirken müssen."

Die technische Ausstattung, die für die rund 4000 Untersuchungen, die alleine in der ersten Woche ausgeführt wurden, benötigt wäre, habe man allerdings nicht bekommen. "Im Moment kommen deshalb die Befunde bei uns per Fax rein. Und die haben alle den gleichen Dateinamen: 'Telefax.pdf'", so Michels. Die Befunde müsse man den Patienten dann in Handarbeit zuordnen. Kontaktdaten, wie zum Beispiel Telefonnummern, seien oft unleserlich.

Viele Spanienurlauber aus anderen Bundesländern kämen über Luxemburg zur Teststation am Trierer Markusberg - nur rund 20 Prozent der Reiserückkehrer seien aus dem eigenen Zuständigkeitsbereich, so Michels. Auch das trage zur Überlastung bei. Aus diesen Gründen könne es mitunter länger dauern, bis Menschen mit negativem Befund benachrichtigt werden. Bis sie ihren Negativbescheid haben, müssen sie in Quarantäne bleiben. Infizierte werden prioritär kontaktiert - bisher seien es allerdings erst vier gewesen, so Michels.

Sarah Cames