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Bisher über 8000 Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz

15:07
13.08.2020
Die Corona-Seuche breitet sich in Rheinland-Pfalz so schnell aus wie seit mehr als drei Monaten nicht mehr. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg bis Donnerstag innerhalb von 24 Stunden um 65 auf 8002, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte. Dies ist der höchste Tagesanstieg seit dem 25. April - damals waren es 70 Neuinfektionen.

Aktuell sind nun 580 Menschen im deutschen Bundesland mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand 10.30 Uhr). Seit Mittwoch kam ein neuer Todesfall hinzu, so dass nun bislang 240 infizierte Menschen in Rheinland-Pfalz gestorben sind.

Am stärksten breitet sich die Seuche zurzeit in der Stadt Ludwigshafen aus. Dort wurden in den vergangenen sieben Tagen 27 Infektionen auf 100 000 Einwohner registriert. Dies ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts der zweithöchste Wert in Deutschland, nach dem bayerischen Landkreis Dingolfing-Landau. Im Vergleich zum Vortag blieb dieser Wert für Ludwigshafen unverändert.

Das zuständige Gesundheitsamt des Rhein-Pfalz-Kreises habe von vielen Neufällen vor allem von Reiserückkehrern berichtet, erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Diese waren zuvor unter anderem im Kosovo und der Türkei.

LW-Springer

Corona-Quarantäne-Bruch: 10 800 Euro Strafe für Deutsche in Tirol

14:27
13.08.2020
Sie ging einkaufen, im Park spazieren und fuhr Taxi - trotz Corona-Infektion samt Heimquarantäne. Eine Frau aus Deutschland ist in Österreich wegen wiederholten Bruchs ihrer Quarantäne zu 10 800 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Die Anklage fordert jedoch weiter eine Haftstrafe auf Bewährung und meldete nach dem Urteil am Landgericht Innsbruck am Donnerstag Berufung an, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur in Wien sagte. Zuvor hatte der Sender ORF über den Prozess berichtet.

Die 54-Jährige, die in Schwaz im Bundesland Tirol lebt, war im April positiv auf das Coronavirus getestet worden und hatte einen Bescheid über ihre Heimquarantäne bekommen. In den Tagen darauf ging sie jedoch einkaufen - laut ORF gab sie an, dass ihr der Mindestbestellwert für Lebensmittel über das Internet zu hoch gewesen sei, obwohl sie nach eigenen Angaben 2100 Euro Rente erhalten habe.

Außerdem nutzte sie den Angaben nach den Aufzug in ihrem Wohnhaus, ging im Park spazieren und fuhr mit einer Verletzung per Taxi ins Krankenhaus, statt den Notarzt zu rufen. Schließlich nahm die Polizei die 54-Jährige fest und brachte sie ins Gefängnis, nachdem sie mehrmals bei Kontrollen nicht zuhause angetroffen worden war. Eine Haftrichterin entließ sie nach einem Tag.

Das Landgericht Innsbruck verurteilte die 54-Jährige wegen der fahrlässigen Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten. Nach österreichischem Recht sind dafür bis zu drei Jahre Haft möglich.

LW-Springer