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20201117163103

Deutsche Bahn: Reisende aus Risikogebieten müssen Online-Formular ausfüllen

11:35
13.08.2020
Bahnreisende aus Risikogebieten sollen ihre Daten bei der Fahrt mit der Deutschen Bahn in Online-Formulare eintragen. Diese stehen von nun an auf der Internetseite des bundeseigenen Konzerns zur Verfügung, wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte. Darin müssen die Kunden ihre Zugdaten, die persönliche Adresse sowie Ziele und Aufenthaltsorte in Deutschland angeben. Auch mögliche Covid-19-Krankheitssymptome sollen in dem Formular angegeben werden.

„Reisende, die mit Zügen der Deutschen Bahn aus Risikogebieten einreisen, werden mit Durchsagen in den Zügen darüber informiert, dass die behördliche Pflicht besteht, Kontaktdaten und Angaben zur Reise zu hinterlegen“, hieß es. „Die Daten werden sicher gespeichert und nur auf offizielle Nachfrage den Gesundheitsbehörden zur Verfügung gestellt.“ Nach einem Monat würden sie gelöscht. Ob die betroffenen Reisenden der Aufforderung nachkommen, werde allerdings nicht kontrolliert.

Das einzige Risikogebiet, aus dem heraus es regionale Bahn-Verbindungen nach Deutschland gibt, ist derzeit Luxemburg. Mit München, Nürnberg und Stuttgart können sich Reisende bislang an drei deutschen Bahnhöfen testen lassen. Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten sind Tests verpflichtend.

dpa

Ralph Orlowski Kunden der Deutschen Bahn, die aus Risikogebieten einreisen, müssen ab sofort ihre Daten hinterlegen.

Deutschland: Panne bei Corona-Tests mit 900 Infizierten

09:09
13.08.2020
Wegen massiver Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen im Bundesland Bayern warten Zehntausende Menschen in Deutschland auf ihre Resultate. Die Panne müsse schnell transparent gemacht und behoben werden, sagte der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“.

Am Mittwochnachmittag hatte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) in München bekanntgegeben, dass 44.000 Reiserückkehrer nach Tests in Bayern noch kein Ergebnis bekommen hätten, darunter 900 nachweislich Infizierte. Letztere sollten bis Donnerstagmittag Informationen über ihren Befund bekommen. Grund für die Verzögerungen seien vor allem Probleme bei der händischen Übertragung von Daten und eine unerwartet hohe Nutzung des Angebots, erklärte der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf.

„900 positiv Corona-Getestete nicht zu informieren, ist Körperverletzung gegenüber denen, die diese anstecken“, schrieb Vizechef der FDP-Bundestagsfraktion, Alexander Graf Lambsdorff, in der Nacht zu Donnerstag auf Twitter.

Auch an der Teststation am Trierer Markusberg kam es diese Woche zu erheblichen Verzögerungen. Diese hätten aber nur die negativen Testergebnisse betroffen, so die zuständige Kreisverwaltung. Getesteten wird daher seit Montag ein QR-Code mitgegeben, mit dem sie ihr Testergebnis selbst abrufen können. Menschen mit positivem Testergebnis würden weiterhin "umgehend informiert" werden.

Sarah Cames