Letztes Update:
20201117163103

Argentinien und Mexiko sollen britischen Corona-Impfstoff produzieren

04:49
13.08.2020
Der von Forschern aus Oxford entwickelte Impfstoffkandidat gegen das Corona-Virus soll in Argentinien und Mexiko für Lateinamerika hergestellt werden. Sollte die dritte Phase der klinischen Studien erfolgreich sein und die nötigen Zulassungen erteilt werden, soll die Substanz im ersten Halbjahr des kommenden Jahres zur Verfügung stehen, wie Argentiniens Präsident Alberto Fernández am Mittwoch (Ortszeit) verkündete.

Das argentinische Unternehmen mAbxience werde nach einer Vereinbarung zum Technologietransfer mit dem britischen Pharmakonzern Astrazeneca, der den Impfstoff in Brasilien testet, zunächst 150 Millionen Dosen des Wirkstoffs herstellen. Die abschließende Beschichtung soll den Angaben zufolge die mexikanische Firma Liomont übernehmen.

Ziel sei es, ganz Lateinamerika außer Brasilien zu versorgen. Von den ersten 150 Millionen Dosen seien etwa 22,4 Millionen für medizinisches Personal, Ältere und Menschen in Risikogruppen vorgesehen. Der Impfstoff solle zwischen drei und vier US-Dollar (etwa 2,55 bis 3,40 Euro) pro Dosis kosten, sagte Fernández. Astrazeneca habe zugesagt, einen breiten, gerechten Zugang zu unterstützen und während der Pandemie keinen Gewinn zu erzielen. Argentinien bekomme durch die Vereinbarung früher Zugang zu dem Impfstoff.  In Brasilien wird die Substanz, die Forscher der Universität Oxford entwickelten, schon in der entscheidenden dritten Phase getestet.

dpa

São Paulos Gouverneur João Doria positiv getestet

04:46
13.08.2020
Der Gouverneur des brasilianischen Bundesstaates São Paulo, João Doria, hat sich nach eigener Angabe mit dem Corona-Virus infiziert. „Ich teile das positive Ergebnis meines Covid-19-Tests“, schrieb Doria, dessen sechster Test es demnach gewesen war, am Mittwoch auf Twitter. „Ich bin schon in Quarantäne und werde von zu Hause aus arbeiten.“ Er habe keine Symptome und fühle sich gut.

Während der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro das Virus als „kleine Grippe“ verharmlost und Empfehlungen zur sozialen Distanzierung missachtet, ist Doria zusammen mit Wilson Witzel in Rio de Janeiro einer der Gouverneure in Brasilien, der restriktive Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verfügt hatte und dafür von Bolsonaro harsch kritisiert wurde.

Dieser hat auch aus seiner eigenen Corona-Infektion offensichtlich nichts gelernt und löst wie am Mittwoch beim Besuch eines Krankenhauses weiter Menschenansammlungen aus. Zudem berichteten Medien am Mittwoch, dass die Großmutter von Präsidentengattin Michelle Bolsonaro im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sei.

Sarah Cames